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Nicht alle Zeitschriften haben das gleiche Gewicht - Der harte Kern der Wissenschaftskommunikation

Manfred Bonitz and Andrea Scharnhorst

No FS II 01-307, Discussion Papers, Research Unit: Standard-setting and Environment from WZB Berlin Social Science Center

Abstract: Zeitschriften spielen eine herausragende Rolle in der wissenschaftlichen Kommunikation. Bibliometrische Analysen von wissenschaftlichen Zeitschriften umfassen sowohl die Beschreibung und Bewertung einzelner Zeitschriften als auch statistische Analysen von Ensembles wissenschaftlicher Zeitschriften. Beispiele für einfache bibliometrische Indikatoren auf Zeitschriftenebene sind die Größe einer Zeitschrift (Anzahl der Publikationen) und die Anzahl der Zitierungen. Der bekannteste daraus abgeleitete Indikator ist der Journalimpaktfaktor als durchschnittliche Zitationsrate eines Artikels in der entsprechenden Zeitschrift. Dieser Indikator wird häufig zur Bewertung einer Zeitschrift herangezogen. Der Impaktfaktor steht für die Wahrnehmung einer Zeitschrift im Raum wissenschaftlicher Kommunikation. Diese wird letztlich von der Qualität der in der Zeitschrift erscheinenden Artikel bestimmt. Statistische Analysen von Zeitschriftengruppen führen in der Regel auf schiefe Verteilungen bibliometrischer Indikatoren, z. B. das Bradfordsche Gesetz. Die vorliegende Arbeit behandelt das Phänomen der Verteilung von Zitierungen, die eine Zeitschrift erhält, auf die Länder, die in dieser Zeitschrift publizieren. Die unterschiedliche Teilhabe von Ländern an dem Renommee einer Zeitschrift wird durch einen neuen Indikator - die Anzahl der Matthäus-Zitierungen - charakterisiert. Im ersten Teil der Arbeit wird in die neue Untersuchungsmethodik didaktisch eingeführt. In einem zweiten Teil werden empirische Analysen vorgestellt. Dabei wird die Verteilung des neuen Indikators innerhalb eines umfangreichen Zeitschriftenensembles analysiert und anderen Indikatoren gegenübergestellt. Wir halten die Anzahl der Matthäus-Zitierungen in einer Zeitschrift für einen Ausdruck des Wettbewerbs von Ländern um Wahrnehmung in der internationalen wissenschaftlichen Kommunikation. Die empirische Analyse zeigt, dass dieser Wettbewerb sich vorrangig in einer relativ kleinen Gruppe von Zeitschriften, den Matthäus- Kernzeitschriften, vollzieht. Diese Zeitschriften nehmen eine besondere Stellung in der internationalen Wissenschaftskommunikation ein.

Date: 2001
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