Sozialausgaben der OECD-Staaten: Ein Pull-Effekt der Migration?
Susanne Meyer
No 124, Darmstadt Discussion Papers in Economics from Darmstadt University of Technology, Department of Law and Economics
Abstract:
Dieser Beitrag stellt für die Jahre 1980 bis 1995 zum einen die Großzügigkeit von 27 OECD-Ländern bei den staatlichen Sozialleistungen vor und überprüft zum anderen die Hypothese ob die Sozialausgaben, insbesondere die Transfers im Gesundheitsbereich und auf dem Gebiet der Arbeitslosigkeit, einen Pull-Faktor für Migration darstellen. Als Ergebnis der Ausgabenvergleiche kann festgehalten werden, dass Schweden im Durchschnitt die höchsten Sozial- ausgaben insgesamt und auf dem Gebiet des Gesundheitssektors tätigt. Bei den Ausgaben im Bereich der Arbeitslosigkeit liegt im Durchschnitt Luxemburg an erster Stelle des Länderrankings. Für Deutschland liefert der Datensatz bezüglich der gesamten Sozialausgaben und den Ausgaben im Bereich der Arbeitslosigkeit durch- schnittlich jeweils einen achten Platz. Bei den Gesundheitsausgaben pro Kopf liegt Deutschland an dritter Stelle. Eine Fixed-Effects-Schätzung liefert bei multivariater Betrachtung einen signifikant positiven Einfluss der gesamten Sozialausgaben sowie der Gesundheitsausgaben auf die Nettomigrationsrate. Demnach können die Sozialleistungen insbesondere die Gesundheitsausgaben als Welfare Magnet interpretiert werden.
Date: 2003
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