Auswirkung von Politikmaßnahmen auf das Innovationsgeschehen im Bereich der Mikro-Kraft-Wärme-Kopplung
Hans Marth and
Barbara Breitschopf
No S8/2011, Working Papers "Sustainability and Innovation" from Fraunhofer Institute for Systems and Innovation Research (ISI)
Abstract:
Der Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), also die gekoppelte Erzeugung von Strom und Wärme, wird in Deutschland durch eine Reihe von Gesetzes-maßnahmen gefördert. Seit einigen Jahren ist jedoch kein weiterer Anstieg des Anteils von KWK an der Stromerzeugung mehr zu beobachten. Auch entwickelt sich der Markt für Mikro-KWK-Anlagen, also Anlagen, die zum Einsatz in Ein- und Zweifamilienhäusern geeignet sind, bislang nur zögerlich. Aus diesen Gründen wird in der vorliegenden Arbeit eine qualitative Einschätzung der Auswirkungen von Politikmaßnahmen auf das Innovationsgeschehen im Mikro-Kraft-Wärme-Kopplungs-Bereich vorgenommen. Hierfür wurde eine Expertenbefragung unter fünf Produktmanagern. In der Expertenbefragung werden drei Hauptfragestellungen untersucht, die sich mit der Innovationsaktivität der Unternehmen, der Einordnung der Bedeutung verschiedener Politikmaßnahmen sowie den Erwartungen der Teilnehmer an die zukünftigen Entwicklungen der Technologie und ihrer Rahmenbedingun-gen befassen. Das Ergebnis der Befragung ist, dass die Teilnehmer die positive Wirkung der direkten Fördermaßnahmen auf die Diffusion der Technologie zu weiten Teilen aufgehoben sehen durch technische und administrative Hürden im Bereich der Anschlussbedingungen sowie der Abrechnung des Betriebs der Anlagen. Trotz der direkten Förderung der Technologie hat somit der regulatori-sche Rahmen einen negativen Einfluss auf die Technologieentwicklung. von Unternehmen aus der Branche durchgeführt. Als Handlungsempfehlungen für eine effizientere Gestaltung der politischen Rahmenbedingungen für die Technologie ergibt sich die Forderung nach Konsistenz und langfristiger Verlässlichkeit von Politikmaßnahmen. Die teilnehmenden Hersteller geben an, dass sie langfristig die Unabhängigkeit von direkten Fördermaßnahmen anstreben, so dass der Fokus für weitere Politikmaßnahmen auf den regulatorischen Rahmenbedingungen und dem Abbau der technischen und administrativen Hürden liegen sollte.
Date: 2011
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DOI: 10.24406/publica-fhg-295463
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