Ein Baltendeutscher bei den Preußen des Balkans: Oskar Anderson und das Sofioter Institut für Wirtschaftsforschung (SWIFO)
Stefan Kolev
No 198, HWWI Research Papers from Hamburg Institute of International Economics (HWWI)
Abstract:
Oskar Anderson (1887-1960) gehörte zu den Gründungsvätern der Ökonometrie. Dieser Aufsatz fokussiert auf die Relevanz seines statistischen und ökonometrischen Werkes für die Konjunkturforschung in der Zwischenkriegszeit. Der Schwerpunkt liegt auf der Periode zwischen 1923 und 1942, die er als russischer Emigrant in Bulgarien verbrachte und als seine wissenschaftlich produktivste Periode gilt. In dieser Zeit veröffentlichte Anderson bahnbrechende Beiträge, in denen er ökonomische Theorie, empirische Methoden und angewandte Arbeit an Datensätzen verknüpfte. Er vernetzte sich international in den Kontexten der jungen theoretischen und politikberatenden Ökonometrie, wobei die Verbindung zum Wiener Institut für Konjunkturforschung und dessen Direktor Oskar Morgenstern besonders intensiv war. 1935 gründete Anderson mit Kofinanzierung der Rockefeller Foundation das "Statistische Institut für Wirtschaftsforschung an der Staatlichen Universität Sofia" (SWIFO) und blieb Direktor des SWIFO bis 1942. Anschließend wurde er Leiter der Abteilung für Ostforschung am Kieler Institut für Weltwirtschaft. Ab 1947 wirkte er als Ordinarius in München und kämpfte für die Verankerung der quantitativen Methoden in der Ökonomen-Ausbildung an westdeutschen Fakultäten. In den späten 1940er Jahren war Anderson an der Gründung des ifo Instituts beteiligt. Sein Sohn Oskar Anderson jun. (1922-2006) trug ab den frühen 1950er Jahren maßgeblich zur Konstruktion und Verfeinerung des ifo Konjunkturtests bei.
JEL-codes: B22 B23 B53 C32 N14 O14 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2021
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