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Weltkonjunktur im Frühjahr 2012

Klaus Gern, Nils Jannsen, Martin Plödt, Björn Van Roye, Joachim Scheide, Jens Boysen-Hogrefe, Dominik Groll and Tim Schwarzmüller
Authors registered in the RePEc Author Service: Martin Ademmer

No 502/503, Kiel Discussion Papers from Kiel Institute for the World Economy (IfW Kiel)

Abstract: [Weltkonjunktur zieht wieder etwas an] Zum Jahresende 2011 hat die Weltkonjunktur deutlich an Fahrt verloren. Erinnerte das Tempo des Rückgangs der Indikatoren für die weltwirtschaftliche Aktivität zunächst an den dramatischen Einbruch der Aktivitätsindikatoren in der Finanzkrise 2008, so zeichnet sich inzwischen aber eine Trendwende ab. Die Wahrscheinlichkeit einer massiven Abschwächung der Weltwirtschaft ist in den vergangenen Monaten daher deutlich gesunken. Gleichzeitig ist mit dem erneuten Anstieg der Ölpreise allerdings ein Belastungsfaktor hinzugekommen. Daher haben wir unsere Erwartung für die Zunahme der Weltproduktion insgesamt seit dem vergangenen Dezember nicht nennenswert revidiert. Wir rechnen für das Jahr 2012 unverändert mit einem Anstieg um 3,4 Prozent. Für 2013 erwarten wir eine wieder etwas stärkere Zunahme der globalen Produktion von 3,9 Prozent (Dezemberprognose: 4,0 Prozent). Allerdings schätzen wir nun die Wahrscheinlichkeit, dass sich die Konjunktur spürbar besser entwickelt als erwartet, ähnlich groß ein, wie die einer wesentlich ungünstigeren Entwicklung, während bei unserer Prognose im vergangenen Dezember die Abwärtsrisiken deutlich überwogen. - [Euroraum in der Rezession] Der Euroraum befindet sich in der Rezession. Die Stimmungsindikatoren deuten aber darauf hin, dass die Rezession einen milden Verlauf nehmen wird und zur Jahresmitte überwunden sein dürfte. Gleichwohl wird das Tempo der konjunkturellen Erholung voraussichtlich moderat bleiben; zu sehr belasten die fortschreitende Konsolidierung der Staatsfinanzen, und das ungünstige binnenwirtschaftliche Klima. Für das Jahr 2012 erwarten wir im Euroraum insgesamt einen leichten Rückgang der gesamtwirtschaftlichen Produktion um 0,2 Prozent; im kommenden Jahr rechnen wir mit einem Anstieg um 1,1 Prozent. Die Inflationsrate dürfte in den kommenden Monaten auf ihrem jetzigen Niveau verharren und sich in der zweiten Jahreshälfte wieder in Richtung der 2-Prozent-Marke bewegen. Die Arbeitslosigkeit wird vor dem Hintergrund der schwachen Konjunktur sowohl in diesem als auch im nächsten Jahr steigen.

Date: 2012
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