Mittelfristprojektion im Frühjahr 2022 - Neue Risiken für das Potenzialwachstum
Martin Ademmer,
Jens Boysen-Hogrefe,
Klaus-Jürgen Gern,
Dominik Groll,
Nils Jannsen,
Stefan Kooths,
Saskia Meuchelböck,
Jan Reents,
Nils Sonnenberg and
Ulrich Stolzenburg
No 90, Kieler Konjunkturberichte from Kiel Institute for the World Economy (IfW Kiel)
Abstract:
Das Wachstum des Produktionspotenzials in Deutschland flacht sich zunehmend ab und dürfte am Ende der Mittelfrist im Jahr 2026 nur noch knapp 0,8 Prozent betragen. Damit würde es sich gegenüber seinem Zwischenhoch im Jahre 2017 fast halbieren. Auch das Pro-Kopf-Wachstum wird in der mittleren Frist voraussichtlich deutlich zurückgehen und in etwa dem Potenzialwachstum entsprechen. Diese Entwicklung ist maßgeblich vom demografischen Wandel getrieben. Darüber hinaus stellen neben der Corona-Krise, bei der wir im Vergleich zu früheren schweren Wirtschaftskrisen jedoch von geringeren Potenzialverlusten ausgehen, dauerhaft höhere Energie- und Rohstoffpreise ein neues Risiko für das Produktionspotenzial dar. Die Wirtschaftsleistung dürfte im laufenden Jahr noch deutlich unter Potenzial liegen (Produktionslücke: -1,5 Prozent). Für das kommende Jahr rechnen wir infolge des Nachholens zwischenzeitlich entfallener Produktion dagegen mit einer Überauslastung der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten (Produktionslücke: +1 Prozent).
Keywords: Produktionslücke; Produktionspotenzial; Mittelfristprojektion; Totale Faktorproduktivität (search for similar items in EconPapers)
Date: 2022
New Economics Papers: this item is included in nep-ger
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