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Unternehmen im Spannungsfeld der Stakeholderansprüche: Möglichkeiten und Rahmenbedingungen für unternehmerische Mitverantwortung

Theresa Eyerund and Marie Möller

No 13/2016, IW policy papers from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute

Abstract: Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass die Bevölkerung skeptisch gegenüber dem Gemeinwohlinteresse von Unternehmen ist. Etwa ein Drittel hat kein Vertrauen in Unternehmen, Gutes für die Gesellschaft zu bewirken. Insbesondere den großen und börsennotierten Unternehmen gegenüber sind die Menschen misstrauisch (Buschhausen, 2016). 72 Prozent wünschen sich mehr Verantwortungsübernahme von großen Unternehmen. Gleichzeitig sehen jeweils rund 80 Prozent Unternehmen dann als verantwortungsvoll an, wenn sie auf die Belange der Mitarbeiter eingehen und Verantwortung für Kunden und Lieferanten übernehmen. 43 Prozent halten es für verantwortungsvoll, wenn das Unternehmen Gewinne für die Aktionäre erwirtschaftet. Bereits hier wird deutlich, dass verschiedene, zum Teil in Konflikt stehende Interessen an Unternehmen herangetragen werden. Die Kunden wünschen sich innovative und qualitativ hochwertige Produkte zu einem möglichst geringen Preis. Die Anteilseigner – Shareholder – erwarten hohe und steigende Renditen. Die Mitarbeiter wünschen sich eine angenehme Arbeitsatmosphäre, gute Arbeitsbedingungen sowie positive Lohnentwicklungen. Der Staat hofft auf hohe Steuerzahlungen. Hinzu kommt, dass die meisten dieser Stakeholder sowie Nichtregierungsorganisationen (NGOs) erwarten, dass diese Ziele moralisch einwandfrei und nachhaltig vom Unternehmen erreicht werden. Die meisten Unternehmen fühlen sich auch mehreren Stakeholdern gegenüber verantwortlich. Fast alle Unternehmen fühlen sich Mitarbeitern und Kunden gegenüber verantwortlich, knapp 90 Prozent gegenüber den Eigentümern und jeweils 80 Prozent empfinden eine Verantwortlichkeit für ihre Standorte und die Gesellschaft insgesamt.

JEL-codes: M14 M48 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2016
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