Fachkräfteengpass in der Krankenpflege: Wo liegt weiterer Reformbedarf?
Susanna Kochskämper,
Paula Risius and
Susanne Seyda
No 39/2018, IW-Reports from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute
Abstract:
Die Zahl der Pflegekräfte in den Krankenhäusern ist durch einen Anstieg der Teilzeitkräfte gestiegen. Parallel dazu ist die Verweildauer der Patienten gesunken und die Zahl der Patienten, die von einer Pflegekraft versorgt werden, ist ebenfalls gesunken. Dennoch bestehen in den Pflegeberufen bereits seit Jahren erhebliche Engpässe, so dass offene Stellen in Krankenhäusern nicht besetzt werden können. Der Gesetzesentwurf zum Pflegepersonal-Stärkungsgesetz (PpSG) sieht finanzielle Sofortmaßnahmen vor, damit Krankenhäuser die Möglichkeit erhalten, mehr Personal einzustellen. Da dieses Personal aufgrund von Engpässen aber schwer zu finden sein dürfte, sind weitere Maßnahmen notwendig. Deshalb ist der Blick auch auf eine Re-Organisation von Pflegeprozessen in den Häusern und auf eine vermehrte Digitalisierung zu richten. Mittel-fristig ist es hingegen sinnvoll, die Strukturen in der stationären - aber auch in der ambulanten - Versorgung zu überdenken und das Thema der Über- und Fehlversorgung konsequent anzugehen. Denn dann können auch bisher dort gebundene Pflegekräfte für Bereiche zur Verfügung stehen, in denen Personalknappheit besteht.
JEL-codes: I18 J44 J60 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2018
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