Energiemanagement und Ökosteuer: Anforderungen und monetäre Bedeutung am Beispiel der deutschen Sägeindustrie
Oliver Mertens,
Stefan Diederichs and
Melanie Meyer
No 18, Thünen Working Papers from Johann Heinrich von Thünen Institute, Federal Research Institute for Rural Areas, Forestry and Fisheries
Abstract:
Für Unternehmen des produzierenden Gewerbes sind die Energiepreise bzw. deren Steigerung ein wesentlicher Grund, sich mit Effizienzsteigerungen auseinanderzusetzen. Naturgemäß können Kosteneinsparungen durch eine direkte Verminderung des Verbrauches erzielt werden. Daneben können Unternehmen die Höhe der gezahlten Ökosteuer reduzieren, wenn sie sich im Rahmen der Einführung eines Energiemanagementsystems strategisch mit dem Thema Energieeffizienz auseinandersetzen. Anerkannt sind Energiemanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001:2012 und das Eco-Management and Audit Scheme (EMAS). Kleine und mittlere Unternehmen (KMU) können auf Grund der hohen Einführungs- und Unterhaltungskosten der oben genannten Mana-gementsysteme auch weniger komplexe alternative Systeme nach Spitzenausgleich-Effizienzverordnung (SpaEfV) einführen. Bei Beantragung der Steuerrückerstattung können dann bis zu 70 % der zu zahlenden Steuer eingespart werden. Im vorliegenden Bericht wird zunächst genauer auf die Gesetze und Verordnungen sowie die Anforderungen der Energiemanagementsysteme an die Unternehmen eingegangen, die bei der Beantragung der Steuererstattung beachtet werden müssen. Im Anschluss werden die wesentlichen Parameter beschrieben, die einen Einfluss auf die tatsächliche Höhe der Rückerstattung haben. Zudem werden beispielhaft die potentiellen Rückerstattungen für verschiedene Unternehmensgrößen der Sägeindustrie berechnet. Dabei werden einige Annahmen getroffen, deren Auswirkungen auf die Höhe des Spitzenausgleichs einer Sensitivitätsanalyse unterzogen werden. Insgesamt zeichnet sich ab, dass für die Höhe der Steuerrückerstattung in der Holzindustrie der Stromverbrauch eine wesentliche Rolle spielt und alle anderen bei der Berechnung der Rückerstattung zu beachtenden Faktoren - insbesondere für größere Unternehmen - von nur untergeordneter Bedeutung sind. Bezogen auf die Schnittholzproduktion liegen die möglichen Rückerstattungen bei etwa 1€ je m3.
Keywords: Energieeffizienz; Energiemanagement; Sägewerksindustrie; Stromsteuer; Energy efficiency; energy management; sawmill industry; electricity tax; Energiewende; Erneuerbare Energie; regionale Verteilungswirkungen der Energiewende; Wertschöpfungseffekte erneuerbarer Energien; Energy transformation; renevable energies; regional distribution effects of the energy transformation; value creation effects of renewable energies (search for similar items in EconPapers)
Date: 2014
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DOI: 10.3220/WP_18_2014
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