Konsequenzen des Mindestlohns für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der Landwirtschaft: Hypothesen und Datenlage
Claudia Kriehn
No 37, Thünen Working Papers from Johann Heinrich von Thünen Institute, Federal Research Institute for Rural Areas, Forestry and Fisheries
Abstract:
Zum 01. Januar 2015 wird in Deutschland flächendeckend ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro brutto pro Stunde eingeführt. In der Landwirtschaft verdienen vergleichsweise viele Beschäftigte weniger als den Mindestlohn, so dass mit Anpassungsreaktionen landwirtschaftlicher Betriebe gerechnet werden muss. In diesem Working Paper werden diesbezüglich mögliche Arbeitshypothesen formuliert, und aktuell für die Forschung zugängliche Datensätze werden auf ihre Eignung für entsprechende quantitative Wirkungsanalysen geprüft. Die meisten Mikrodatensätze, deren Evaluationspotenzial in Bezug auf hinreichend große Branchen positiv bewertet werden kann, lassen sich aufgrund zu geringer Fallzahlen nicht für Analysen zur Landwirtschaft verwenden. Grundsätzlich kommen die Ergebnisse der Testbetriebsbuchführung (Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft) für Mindestlohnstudien in Frage, sie erlauben jedoch keine genaue Identifikation der vom Mindestlohn betroffenen Betriebe. Insgesamt sind die Möglichkeiten der quantitativen Wirkungsanalyse im Bereich Landwirtschaft begrenzt. In zukünftigen Mindestlohnstudien wird es daher notwendig sein, qualitative Methoden einzusetzen.
Keywords: Landwirtschaft; Mindestlohn; agriculture; minimum wage (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J38 J43 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2014
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DOI: 10.3220/WP_37_2014
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