Status quo der Umsetzung von Naturschutz im Wald gegen Entgelt in Deutschland: Ergebnisse einer Befragung von Stiftungen
Dierk Kownatzki,
Moritz von Blomberg,
Laura Demant,
Carina Lutter,
Peter Meyer,
Bernhard Möhring,
Marian Paschke,
Björn Seintsch,
Anne Mira Selzer and
Kristin Franz
No 82, Thünen Working Papers from Johann Heinrich von Thünen Institute, Federal Research Institute for Rural Areas, Forestry and Fisheries
Abstract:
Vertragsnaturschutz bzw. Naturschutz gegen Entgelt wird im Wald bisher nur vereinzelt umgesetzt. Vor diesem Hintergrund analysiert das Verbundforschungsprojekt 'Vertragsnaturschutz im Wald (WaVerNa)' den gegenwärtigen Umsetzungsstand sowie die Potenziale und Hemmnisse von Vertragsnaturschutz im Wald aus einer waldökologischen, ökonomischen und rechtlichen Perspektive. In diesem Zusammenhang wurde eine orientierende Online-Befragung von Stiftungen im Bundesgebiet zu ihrem Förderengagement von Waldnaturschutz durchgeführt. Für die Auswertung standen die Antworten von 38 Stiftungen, die Waldnaturschutzmaßnahmen gegen Entgelt fördern bzw. umsetzen oder dies in Zukunft beabsichtigen, zur Verfügung. Befragt nach den geförderten bzw. beabsichtigten Waldnaturschutzmaßnahmen, gaben die Stiftungen ein breites Spektrum an. Bei den meisten Stiftungen überwiegen kleine Flächen außerhalb von Schutzgebieten. Das jährliche Budget für die Förderung von Waldnaturschutz beläuft sich bei der Mehrheit der Stiftungen auf weniger als 50.000 €. Die konkrete Anzahl der Stiftungen, die Waldnaturschutz gegen Entgelt auf Flächen Dritter in Deutschland fördern, ist unbekannt. Auf Basis von Annahmen zur Rücklaufquote der Befragung, beläuft sich die zugehörige Grundgesamtheit auf eine Größenordnung von 90 bis 170 Stiftungen. Auf Basis dieser Schätzung beläuft sich die jährliche Maßnahmenfläche der Stiftungen im Bundesgebiet in einer Größenordnung zwischen 14.000 und 17.000 ha Wald und das jährliche Budget in einer Größenordnung von 2,7 bis 3,7 Mio. €. Bei einer insgesamt positiven Beurteilung der Erfahrungen mit Waldvertragsnaturschutz, planen mehr als zwei Drittel der teilnehmenden Stiftungen in Zukunft ein gleichbleibendes Engagement.
Date: 2018
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DOI: 10.3220/WP1513066749000
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