Technologien zur Zerlegung und zur Dekontamination von kerntechnischen Anlagen
Felix Hübner,
Georg von Grone and
Frank Schultmann
No 18, Working Paper Series in Production and Energy from Karlsruhe Institute of Technology (KIT), Institute for Industrial Production (IIP)
Abstract:
Der beschlossene Atomausstieg der Bundesregierung wird zu einem erheblichen Anstieg an kerntechnischen Rückbauprojekten führen. Der Rückbau kerntechnischer Anlagen muss dabei den Anforderungen des Strahlenschutzes gerecht werden. Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Dekontaminations- und Zerlegetechnologien, die für die Einhaltung der strahlenschutzrechtlichen Anforderungen zur Verfügung stehen. Das Ziel der Arbeit ist es, den Stand der Technik im Bereich der Dekontaminations- und Zerlegetechnologien beim kerntechnischen Rückbau zu ermitteln. Außerdem werden die Trends bei der Entwicklung und der Anwendung solcher Technologien aufgedeckt. Eine ausführliche Recherche aktueller Literatur gewährt einen Überblick gängiger Technologien. Für eine praktische Einschätzung wurden zu diesem Thema darüber hinaus Experten befragt. Aus der Expertenbefragung geht hervor, dass im Bereich der Dekontamination (abgesehen von der chemischen Primärkreisdekontamination) der Einsatz mechanischer Verfahren im Allgemeinen bevorzugt wird. Abrasive Verfahren werden als besonders effizient bewertet. Neue Dekontaminationstechnologien könnten Experten zufolge in Zukunft den Dekontaminationsprozess effizienter gestalten. Es wird allerdings bezweifelt, dass eine solche Technologie in nächster Zeit kostengünstig auf den Markt kommt. Bei den Zerlegetechnologien haben sich ebenfalls die mechanischen Verfahren als am effektivsten erwiesen. Die Bandsäge wird als Standardwerkzeug im Rückbau identifiziert. Außerdem hat die Befragung ergeben, dass zurzeit die Entwicklung neuartiger Zerlegetechnologien nicht notwendig ist. Die Optimierung bestehender Verfahren bietet genügend Potential. In Bezug auf fernhantierte Systeme gehen die Meinungen der Experten auseinander. Ob in Zukunft mehr Aufgaben fernhantiert durchgeführt werden, konnte in der Befragung nicht eindeutig geklärt werden. Ein Optimierungsbedarf herrscht allerdings bei der Vergabe und beim Management von Rückbauprojekten.
Date: 2017
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DOI: 10.5445/IR/1000067419
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