Monopolmacht und Wettbewerbspolitik als Countervailing Power in globalen Warenketten
Christian Reiner
No 72, Working Papers from Austrian Foundation for Development Research (ÖFSE)
Abstract:
Globale Warenketten (GWK) sind ein zentrales Merkmal der Epoche der Hyperglobalisierung. Leitunternehmen aus den ökonomischen Zentren organisieren globale Produktionsnetzwerke und Lieferanten aus dem globalen Süden produzieren gemäß deren Vorgaben. Die Vorteile daraus sind sehr ungleich verteilt. Ein wichtiger Grund hierfür ist die sehr ungleiche Verteilung von Marktmacht bzw. Wettbewerbsintensität entlang der Lieferkette. Leitunternehmen aus dem globalen Norden konnten ihre Marktmacht auf Absatzmärkten und Beschaffungsmärkten auf Kosten der Zulieferunternehmen im globalen Süden ausweiten. Institutionelle und technologische Markteintrittsbarrieren, etwa durch den zunehmenden Einsatz von immateriellen Vermögensgütern, schützen die dominante Position der Leitunternehmen. Der Aufbau einer Gegenmacht (countervailung power) im globalen Süden durch die Bildung von Genossenschaften oder Kartellen sowie eine regionale Integration und Wettbewerbspolitik erscheint zwar grundsätzlich möglich, aber voraussetzungsreich. Konflikte mit Leitunternehmen und deren Regierungen im globalen Norden sind eine mögliche Folge solcher Strategien.
Keywords: Globale Warenketten; Monopolmacht; Rent-Seeking; Countervailing Power; Wettbewerbspolitik; Global value chains; monopoly power; rent-seeking; countervailing power; competition policy (search for similar items in EconPapers)
Date: 2023
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DOI: 10.60637/2023-wp72
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