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Geopolitik im Ostseeraum: Die "Zeitenwende" im Kontext von kritischer maritimer Infrastruktur, Eskalationsgefahren und deutschem Führungswillen

Göran Swistek and Michael Paul

No 6/2023, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs

Abstract: Aufgrund seiner strategischen Weite und der Möglichkeiten zu verdecktem Agieren ist der maritime Raum zum wichtigsten Schauplatz globaler Großmachtrivalität geworden. Im Schatten dieser Auseinandersetzung und des russischen Angriffskrieges in der Ukraine ist die Ostsee in den Fokus geopolitischer Interessen und Konflikte geraten. Ausdruck dessen sind vermehrt auftretende hybride Aktivitäten, von Sabotageakten bis hin zum Einsatz unbekannter Drohnen. Vor allem den westlichen Staaten des Ostseeraums führt all dies ihre Abhängigkeit von fossilen Ressourcen, kritischer maritimer Infrastruktur und sicheren Handelswegen vor Augen. Als Antwort auf den Krieg in der Ukraine und russische Marineaktivitäten in der Ostsee haben Anrainerstaaten ihre Militärs in erhöhte Bereitschaft versetzt. Inmitten dieser krisenhaften Lage verharren Nato-Verbündete und zukünftige Alliierte in einem überflüssigen Streit über Kräftedispositive, neue Strukturen und Führungsrollen. Von der deutschen "Zeitenwende" ist daher im Ostseeraum kaum etwas zu spüren.

Keywords: Ostseeraum; Geopolitik; kritische maritime Infrastruktur; Großmachtrivalität; Russland; Nato; Seeverbindungen (search for similar items in EconPapers)
Date: 2023
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DOI: 10.18449/2023A06

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