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Die Kosten des Klimawandels für Deutschland 2026–2050

Stöver Britta (), Florian Bernardt (), Daßler Jannik (), Reuschel Saskia () and Marc Ingo Wolter ()
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Stöver Britta: GWS - Institute of Economic Structures Research
Florian Bernardt: GWS - Institute of Economic Structures Research
Daßler Jannik: GWS - Institute of Economic Structures Research
Reuschel Saskia: GWS - Institute of Economic Structures Research
Marc Ingo Wolter: GWS - Institute of Economic Structures Research

No 26-1, GWS Research Report Series from GWS - Institute of Economic Structures Research

Abstract: Der fortschreitende Klimawandel führt zu einer Zunahme von Extremwetterereignissen und graduellen Klimaveränderungen, die erhebliche volkswirtschaftliche Kosten verursachen. Für evidenzbasierte Klimapolitik sind quantitative Abschätzungen der gesamtwirtschaftlichen Folgen sowie der Wirksamkeit von Anpassungsstrategien hilfreich. Die Studie schätzt die möglichen kumulierten volkswirtschaftlichen Kosten des Klimawandels für Deutschland für den Zeitraum 2026–2050 ab und bewertet, inwieweit eine realistische Kombination von Klimafolgenanpassungsmaßnahmen die Schäden und damit die Kosten des Klimawandels reduzieren kann. Mittels einer systematischen Literaturanalyse und datenbankgestützter Auswertungen wurden Klimawirkungen parametrisiert und für eine Szenario-Analyse in das makroökonometrische INFORGE-Modell integriert. Die Modellierung berücksichtigt sowohl diskrete Extremereignisse als auch kontinuierliche Klimaeffekte in acht Handlungsfeldern: Wasserwirtschaft, Land- und Forstwirtschaft, Fischerei, Schifffahrt, Gesundheit, Versicherungen und Rückstellungen). Aufgrund der Beschränkung auf monetarisierbare Schäden stellen die Ergebnisse konservative Untergrenzen dar. Die Modellrechnung ergibt kumulierte Wertschöpfungsverluste von etwa 470 Mrd. Euro (preisbereinigtes BIP) für den Betrachtungszeitraum, wobei sich die Schäden zeitlich beschleunigen. Die größten Kostentreiber sind der Gesundheitssektor und die Landwirtschaft. Ein umfassendes Anpassungspaket vermindert die Schadenswirkung und erhöht aufgrund investiver Effekte das reale BIP, sodass die klimawandelbedingten Verluste im BIP theoretisch kompensiert werden können. Diese Wirksamkeit ist jedoch an die Bedingung geknüpft, dass gleichzeitig wirksamer Klimaschutz die weitere Erwärmung langfristig begrenzt, da Anpassungskapazitäten endlich sind.

Keywords: Klimawandel; Extremwetterereignisse; Szenario-Analyse; makroökonomisches Modell; Kosten; Handlungsfelder (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: C54 C67 Q54 (search for similar items in EconPapers)
Pages: 34 pages
Date: 2026
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Page updated 2026-05-25
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