Regionale Faktoren der langfristigen Beschäftigungsentwicklung - Befunde für Baden-Württemberg
Christian Faißt,
Silke Hamann,
Daniel Jahn and
Rüdiger Wapler
Additional contact information
Christian Faißt: Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany
Silke Hamann: Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany
Daniel Jahn: Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany
Rüdiger Wapler: Institute for Employment Research (IAB), Nuremberg, Germany
No 202601, IAB-Regional. Berichte und Analysen aus dem Regionalen Forschungsnetz. IAB Baden-Württemberg from Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), Nürnberg [Institute for Employment Research, Nuremberg, Germany]
Abstract:
"Die Studie untersucht die regionalen Unterschiede im Beschäftigungswachstum und ihre Einflussfaktoren mit dem Fokus auf Baden-Württemberg und die baden-württembergischen Kreise. Im Untersuchungszeitraum zwischen 2000 und 2023 ist die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten in Baden-Württemberg mit 24,5 Prozent im Bundesvergleich überdurchschnittlich gestiegen. Dabei weisen alle baden-württembergischen Kreise ein positives Beschäftigungswachstum auf, die Dynamik variiert aber erheblich zwischen den Regionen. Auch die Effekte unterschiedlicher Faktoren, die die Beschäftigungsentwicklung beeinflussen, unterschieden sich sowohl in ihrer Stärke als auch in ihrem Vorzeichen über die Regionen hinweg. Die Analyse hat ergeben, dass die lokale Branchen- und Qualifikationsstruktur die Beschäftigungsentwicklung in Baden-Württemberg etwas gedämpft haben. Auch die Betriebsgrößenstruktur hat sich ungünstig ausgewirkt. Dagegen sind die Standortbedingungen und die Altersstruktur der Beschäftigten mit deutlich positiven Impulsen für die Arbeitsnachfrage verbunden. Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass Baden-Württemberg trotz der vergleichsweise guten Beschäftigungsentwicklung in der Vergangenheit vor besonderen Herausforderungen steht. Diese bestehen beispielsweise in der Transformation der für Baden-Württemberg zentralen Industrien und der Notwendigkeit, weitere Wachstumsimpulse für die Beschäftigung zu generieren. Die Voraussetzungen sind angesichts der Forschungsstärke im Land gegeben. Aber auch die bislang noch günstig wirkenden demografischen Einflüsse sind kein Selbstläufer. Hier gilt es die Voraussetzungen dafür zu schaffen, das im Land vorhandene Fachkräftepotenzial noch besser zu nutzen und mehr Arbeitskräfte als zuletzt sowohl aus dem In- als auch Ausland dazuzugewinnen." (Autorenreferat, IAB-Doku)
Keywords: Baden-Württemberg; Bundesrepublik Deutschland; Auswirkungen; Beschäftigungsentwicklung; Betriebsgröße; demografischer Wandel; IAB-Beschäftigtenhistorik; IAB-Betriebs-Historik-Panel; Landkreis; Altersstruktur; Qualifikationsstruktur; regionale Faktoren; regionaler Arbeitsmarkt; regionaler Vergleich; Stadt; Standortfaktoren; Arbeitskräftestruktur; Wirtschaftsstruktur; 1999-2023 (search for similar items in EconPapers)
Pages: 64 pages
Date: 2026-06-29
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https://doi.org/10.48720/IAB.REBW.2601
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DOI: 10.48720/IAB.REBW.2601
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