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Inflation sinkt von 8,7 % auf 3,7 % im Verlauf von 2023 - IMK Inflationsmonitor

Sebastian Dullien and Silke Tober ()
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Silke Tober: Macroeconomic Policy Institute (IMK)

No 163-2024, IMK Policy Brief from IMK at the Hans Boeckler Foundation, Macroeconomic Policy Institute

Abstract: Mit 3,7 % lag die Inflationsrate im Dezember 2023 infolge eines Basiseffekts hoeher als im November 2023, aber dennoch etwas niedriger als im Oktober 2023. Die Jahresinflationsrate betrug 5,9 % nach 6,9 % im Jahr 2022. Die auf Grundlage der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe und der Verbraucherpreisstatistik berechneten Inflationsraten fuer unterschiedliche Haushaltstypen in verschiedenen Einkommensklassen unterschieden sich im Dezember 2023 kaum; im Januar 2023 hatte die Spanne noch bei 2,6 Prozentpunkten gelegen, im Maerz 2023 sogar bei 2,7 Prozentpunkten. Damals hatten einkommensschwache Haushalte wie bereits im Jahr 2022 die hoechsten Inflationsraten zu verzeichnen, da Nahrungsmittel und Haushaltsenergie, die als Gueter des Grundbedarfs einen hohen Anteil an den Konsumausgaben dieser Haushalte haben, besonders stark im Preis stiegen. Im Dezember 2023 betrug der maximale Unterschied zwischen den haushaltsspezifischen Inflationsraten nur noch 0,3 Prozentpunkte, wobei einkommensschwache Alleinlebende anders als in den drei Monaten zuvor die hoechste Inflationsrate aufwiesen. Im Jahr 2023 insgesamt hatten einkommensschwache Alleinlebende die hoechste Inflationsrate (6,3 %). Diese lag um einen Prozentpunkt hoeher als die am unteren Rand liegende Inflationsrate einkommensstarker Alleinlebender. Die Inflation hat sich schneller zurueckgebildet als vor einem Jahr vielfach erwartet. Fuer den Euroraum prognostizierte die Europaeische Zentralbank im Dezember 2022 eine Inflationsrate von 6,3 % fuer 2023. Letztendlich lag die Inflationsrate im Euroraum im vergangenen Jahr aber bei 5,4 % und im Dezember 2023 trotz des Basiseffekts im groessten Euroland Deutschland bei 2,9 %. Angesichts der seit dem vierten Quartal 2022 stagnierenden Wirtschaft im Euroraum, einer zu erwartenden leicht schrumpfenden deutschen Wirtschaft auch 2024 und absehbar geringerer Lohnsteigerungen sollte die EZB zeitnah ueber eine Korrektur ihrer ausgepraegt restriktiven Geldpolitik nachdenken.

Pages: 16 pages
Date: 2024
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