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Inflation in Deutschland und im Euroraum naehern sich weiter der 2-Prozent-Marke: Zinssenkung ueberfaellig

Sebastian Dullien and Silke Tober ()
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Silke Tober: Macroeconomic Policy Institute (IMK)

No 165-2024, IMK Policy Brief from IMK at the Hans Boeckler Foundation, Macroeconomic Policy Institute

Abstract: Mit 2,5 % hat sich die deutsche Inflationsrate im Februar 2024 trotz der kraeftigen Erhoehung des CO2-Preises, der Beendigung der Energiepreisbremsen und der Mehrwertsteuererhoehung im Gastgewerbe zu Jahresbeginn weiter dem Inflationsziel der EZB in Hoehe von 2 % angenaehert. Aehnliches gilt fuer die auf Basis des harmonisierten Verbraucherpreisindex berechnete Inflationsrate, die die Europaeische Zentralbank (EZB) besonders im Fokus hat und die aufgrund der anderen Zusammensetzung des Warenkorbs und der jaehrlichen Anpassung der Gewichte aktuell etwas hoeher ausfaellt als die VPI-Inflation. Nach 3,1 % im Januar 2024 lag die HVPI-Inflation fuer Deutschland im Februar 2024 bei 2,7 % und damit etwas hoeher als im Euroraum insgesamt (2,6 %). Die Inflationsraten fuer unterschiedliche Haushaltstypen in verschiedenen Einkommensklassen bewegten sich im Februar 2024 innerhalb einer Spanne von 1,6 % und 2,6 %. Sie lagen dabei ueberwiegend unter der VPI-Inflation. Grund ist, dass die haushaltsspezifischen Inflationsraten mit Gewichten aus der Einkommens- und Verbrauchsstichprobe errechnet werden und das Gewicht der nunmehr billiger werdenden Haushaltsenergie im Verbraucherpreisindex seit der Revision Anfang 2023 deutlich geringer ist. Vor einem Jahr hatte die Spanne der haushaltsspezifischen Inflationsraten 2,5 Prozentpunkte betragen. Damals hatten zudem einkommensschwache Haushalte - wie durchgaengig von Anfang 2022 bis August 2023 - die hoechsten Inflationsraten zu verzeichnen, da sich Nahrungsmittel und Haushaltsenergie als Gueter des Grundbedarfs besonders stark verteuerten. Im Februar 2024 war die Inflationsrate fuer Haushalte mit hohem Einkommen am hoechsten. Angesichts der zuegig sinkenden Inflation hat die EZB juengst ihre Inflationsprognose zum wiederholten Mal nach unten revidiert. Zugleich hat die EZB ihre Prognose fuer das geldpolitisch gedaempfte Wirtschaftswachstum herabgesetzt. Eine Verringerung des Restriktionsgrades der Geldpolitik ist mittlerweile ueberfaellig.

Pages: 14 pages
Date: 2024
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