Deutschlands industriellen Kern modernisieren und Wohlstand steigern - vertane Chance, Lichtblicke und erforderliche Weichenstellungen - Wirtschaftspolitische Herausforderungen 2026
Tom Bauermann (),
Sebastian Dullien (),
Alexander Herzog-Stein (),
Christoph Paetz (),
Katja Rietzler (),
Ulrike Stein (),
Sabine Stephan (),
Silke Tober () and
Sebastian Watzka ()
Additional contact information
Tom Bauermann: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Sebastian Dullien: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Alexander Herzog-Stein: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Christoph Paetz: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Katja Rietzler: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Ulrike Stein: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Sabine Stephan: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Silke Tober: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
Sebastian Watzka: Macroeconomic Policy Institute (IMK)
No 199-2026, IMK Report from IMK at the Hans Boeckler Foundation, Macroeconomic Policy Institute
Abstract:
Mit der Lockerung der Schuldenbremse wurde eine zentrale Voraussetzung für die zukunftsfähige Reform des Modells Deutschland geschaffen. Nach drei Jahren Krise ist nun zügiges und strategisches Handeln geboten, um dauerhaft negative Folgen für Deutschlands künftigen Wohlstand abzuwenden. Neben einer expansiven Ausrichtung der Fiskalpolitik und gezielten staatlichen Investitionen erfordert der Erhalt des industriellen Kerns der deutschen Wirtschaft eine Industriepolitik für zentrale Zukunfts- und Schlüsselbranchen. Mit Blick auf die Erderwärmung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit muss das Tempo der Transformation zur Klimaneutralität hoch bleiben und insbesondere im Wasserstoffsektor sogar erhöht werden. Die hastige Reform der Schuldenbremse ist nicht nachhaltig und die unbegrenzte Kreditfinanzierungsmöglichkeit für Verteidigung und Ähnliches belastet die Schuldentragfähigkeit. Eine Bündelung der Kräfte auf EU-Ebene, wie beim Aufbauprogramm NextGenerationEU, bleibt besonders wichtig, zumal mehr als die Hälfte der deutschen Exporte ins europäische Ausland gehen. Anstelle von Einzelmaßnahmen bedarf es einer umfassenden Strategie, die die demografisch bedingten Herausforderungen für Arbeitsmarkt und Rentensystem als Ganzes in den Blick nimmt. Angesichts der entspannten Inflationslage sollte die EZB den geldpolitischen Handlungsspielraum nutzen, um die Belastungen der Industrie durch die Euro-Aufwertung und die US-Zölle zu mildern.
Keywords: Schuldenbremse; Wirtschaftsmodell Deutschland; Deindustrialisierung; EZB; Energiepreise (search for similar items in EconPapers)
Pages: 28 pages
Date: 2026
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