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Arild Stubhaug ()
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Arild Stubhaug: Mittag-Leffler-Institut, Königliche Akademie der Wissenschaften
A chapter in Es war die Kühnheit meiner Gedanken, 2003, pp 418-444 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Es war Fridtjof Nansen, der Lies schlechtes Befinden in „den Leipziger Ebenen“ öffentlich zur Sprache brachte. Nansen hatte 1888 auf Skiern Gronland durchquert - eine waghalsige und strapaziöse Expedition, die ihm viel Ruhm einbrachte und über die er ein sehr erfolgreiches Buch schrieb. Im Frühjahr 1889 war Nansen aus Grönland zurückgekommen, im Herbst hatte er Eva Sars, die Schwester von Ernst und Georg Ossian Sars, eine anerkannte Konzertsangerin geheiratet - nach einem Studienaufenthalt in Berlin umfasste ihr Repertoire klassische Opern sowie deutsches und norwegisches Liedgut. Nansen bekam 7000 Kronen vom Aschehoug Verlag fUr sein umfangreiches Manuskript tiber die Skiwanderung durch Grönland, und im Frühjahr 1890 erschien der Text zunachst in Form von Heften sowie in englischer und deutscher Übersetzung. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Eva ging Nansen im Herbst 1890 auf eine Vortragsreise durch Deutschland. In Berlin erhielt er eine Audienz bei Kaiser Wilhelm II, dem er die deutsche Ausgabe, Auf Schneeschuhen durch Grönland überreichte - ein Buch, das durch seine Popularität viel für die Verbreitung des Skisports tat, der in Deutschland und auf dem übrigen Kontinent noch als etwas recht Merkwtüdiges aus dem hohen Norden aufgefasst wurde.Auf seiner Vortragsreise kamen Nansen und seine Frau auch nach Leipzigund vielleicht war Lie unter den vielen, die seinen Vortrag über die Grönlandreise hörten. Auf jeden Fall trafen sich Lie und Nansen in Leipzig, und Lie Iud das Paar zu sich nach Hause in die SeeburgstraBe ein. Dies war am 16. November 1890. Doch Nansen musste absagen - in einem kleinen Brief dankte er Lie und dessen Frau aufs Herzlichste fUr ihre freundliche Einladung und fuhr fort: Wie ich Ihnen schon sagte, ist allerdings meine Frau rein verriickt danach, Musik zu hören, und da wir nur einen Tag in Leipzig sind, wollte sie hier gem eine Oper hören. Ich hoffe deshalb, dass Sie uns entschuldigen werden, ich bin in solchen Dingen der gehorsame Diener meiner Frau.
Date: 2003
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DOI: 10.1007/978-3-642-55795-8_27
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