Nachhaltiges Wachstum: Herausforderung für Städte und Gemeinden
Christian Kraft (),
Constantin Kempf () and
Matter Von Dominik
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Christian Kraft: Hochschule Luzern
Constantin Kempf: Hochschule Luzern
Chapter Kapitel 3 in Nachhaltige Wohnungswirtschaft in der Schweiz, 2021, pp 45-77 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Zwischen 2000 und 2020 ist die ständige Schweizer Wohnbevölkerung um gut 20 % gewachsen (BfS, 2020). Das ist, auch historisch betrachtet, ein hoher Wert. Während die Wohnungsnachfrage insgesamt quantitativ stark vom Wachstum in Form von Zuwanderung und Geburtenüberschuss getrieben wird, unterliegt die Nachfrage auch strukturellen, soziodemographischen Veränderungen. Rückblickend erlebte der Wohnungsmarkt die stärkste strukturelle Veränderung in den 1970er und 1980er Jahren. Gesellschaftliche Veränderungen und der markante Rückgang der Geburtenrate führten dazu, dass die Anzahl an Haushalten in dieser Periode markant zunahm, bei vergleichsweise schwachem Bevölkerungswachstum. Die Anzahl an Einpersonenhaushalten stieg von 1970 bis 1980 um 75 %, die Anzahl an Kindern pro Haushalt nahm drastisch ab. Die durchschnittliche Haushaltsgrösse sank insgesamt um 14 % auf 2,6 Personen (BfS, 2017). Gefragt waren mehr, und vor allem auch kleinere Wohnungen. In den 1990er Jahren stabilisierte sich dieser Strukturwandel mit stark gebremstem Rückgang der durchschnittlichen Haushaltsgrösse. Seit 20 Jahren sind Bevölkerungswachstum und Veränderung der Anzahl Haushalte schliesslich fast im Einklang (vgl. Abb. 3.1). Abb. 3.1 Veränderung der Anzahl Haushalte, der Bevölkerungszahl und der mittleren Haushaltsgrösse; 2020–2040; Prognose gemäss mittlerem Szenario des BFS. (Quelle: Bundesamt für Statistik) In Zukunft dürfte die Singularisierung, das heisst die Gründung von Einpersonenhaushalten, dynamisch bleiben. Sie wird jedoch auch durch schnellere neue Haushaltsgründungen, z. B. in Form von Wohngemeinschaften oder neuen Familienzusammenschlüssen überlagert. Zudem hat die durchschnittliche Kinderzahl pro Haushalt gegenüber dem Tiefpunkt von 2001 über fast 20 Jahre wieder zugelegt. Die zusammengefasste Geburtenziffer lag 2019 fast 10 % über dem Wert Anfang der 2000er Jahre. Diese Entwicklungen werden somit weiterhin zu einem vielfältigen Wachstum führen, mit Wohnbedürfnissen für unterschiedliche Menschen und unterschiedliche Haushalts-, Alters- und Einkommensstrukturen. Dieses Wachstum wird auch räumlich unterschiedliche Auswirkungen haben.
Date: 2021
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DOI: 10.1007/978-3-658-34808-3_3
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