Paradigmenwechsel in der Forschung psychischer Gesundheit – vom Symptom über die Lebensqualität zu Funktionalität und Teilhabe
Michael Huss ()
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Michael Huss: Universitätsmedizin Mainz
Chapter 6 in Das Gesundheitswesen und seine volkswirtschaftliche Bedeutung, 2022, pp 161-171 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Die klinische Forschung, aber auch die gesundheitsökonomische Bewertung von Therapiemaßnahmen hängt in hohem Maße von dem gewählten Zielparameter ab. Wie in dem vorliegenden Beitrag ausgeführt, wurden in den letzten Dekaden mindestens zwei grundlegende Paradigmenwechsel bezüglich der zugrunde gelegten primären Zielparameter vollzogen, die maßgeblichen Einfluss auf die Bewertung der Wirksamkeit von Therapiemaßnahmen hatten. Zunächst dominierte gemäß des klassischen pathogenetischen Modells in der Medizin die symptomorientierte Sicht (oft in Kombination mit Diagnose-spezifischen Befunden). Ziel der Therapie war es folgerichtig, die Symptome zu lindern oder zu beseitigen. Der damit auf subjektiver Ebene assoziierte Aspekt der Lebensqualität rückte erst später (z. B. mit QALYs) in den Fokus, um dann – dies der zweite Paradigmenwechsel – schließlich einer funktionsorientierten Sicht mit Ausrichtung auf die Funktionalität und Teilhabe zu weichen. Beide Paradigmenwechsel werden an Beispielen aus der Forschung über Aufmerksamkeits-Defizit/Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) und anderen Störungsbildern erläutert.
Date: 2022
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DOI: 10.1007/978-3-658-36940-8_6
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