Die Hochschule – ein möglichst sicherer Ort! Elemente eines Schutzkonzepts zur Prävention von und zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt
Ulrike Richter (),
Sünne Andresen (),
Elisa Kassin () and
Holger Specht ()
Additional contact information
Ulrike Richter: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Sünne Andresen: Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin
Elisa Kassin: inmedio berlin Gbr
Holger Specht: inmedio berlin Gbr
Chapter Kapitel 9 in Sexualisierte Belästigung, Diskriminierung und Gewalt im Hochschulkontext, 2023, pp 109-121 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Basierend auf der Antidiskriminierungsrichtlinie, die sich die Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW Berlin) im Jahr 2018 gegeben hat, wurde im Wintersemester 2021/22 damit begonnen, ein Schutzkonzept zur Prävention von und zum Umgang mit sexualisierter Diskriminierung und Gewalt zu erarbeiten. Dieses Schutzkonzept basiert auf drei Leitprinzipien: Einsicht, Enttabuisierung und Betroffenengerechtigkeit. Diese sind in der Organisationskultur zu verankern, wobei das letztgenannte Prinzip die grundlegendsten Veränderungen für die Organisation mit sich bringt. Im vorliegenden Beitrag werden erstens die genannten Leitprinzipien mit dem Fokus auf der Betroffenengerechtigkeit eingeführt und erläutert. Zweitens wird das Schutzkonzept in den Kontext des Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetzes (AGG) und der internen Antidiskriminierungsrichtlinie gestellt. Drittens wird das dichte Hilfenetz beschrieben, welches die etablierten, hochschuleigenen Beratungseinrichtungen, die Interessenvertretungen bestimmter Gruppen mit den „Knotenpunkten“ bilden sollen, die im Zuge der seit 2018 verstärkten Antidiskriminierungsarbeit an der HTW Berlin neu geschaffen werden, insbesondere der Antidiskriminierungsrat und die Antidiskriminierungsstelle. Viertens wird der Bearbeitungsprozess von Meldungen und Beschwerden Schritt für Schritt dargestellt. Die Hochschule hat damit begonnen, intensiv und unter Beteiligung vieler Hochschulangehöriger daran zu arbeiten, ein möglichst sicherer Ort für alle zu werden. Die Organisationskultur befindet sich im Wandel, maßgebliche Veränderungen für Strukturen und Prozesse wurden angestoßen. Die Praxis der kommenden Jahre wird zeigen, wie tragfähig diese tatsächlich sind. Wie bei jeder guten Organisationsentwicklung ist es auch hier entscheidend, entsprechende Signale wahrzunehmen und gegebenenfalls nachzujustieren. Dieser Beitrag ist als Werkstattbericht zu verstehen, denn er dokumentiert einen Zwischenstand.
Date: 2023
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DOI: 10.1007/978-3-658-40467-3_9
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