Jenseits der Naturwissenschaft: Das anthropische Prinzip
Michael Bürker
Chapter 28 in Von Eratosthenes bis Einstein, 2024, pp 225-227 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung Physiker haben festgestellt, dass die physikalischen Konstanten sehr fein darauf abgestimmt sind, Leben in unserem Universum zu ermöglichen. Nur ein Beispiel: Wäre die Gravitationskonstante nur ein wenig größer, so würden die gravitativ bedingten Prozesse schneller ablaufen, aber es würde keine Zeit bleiben, Leben zu entwickeln. Wäre sie nur wenig kleiner, könnten die Fusionsprozess in Sternen nicht zünden. Viele Physiker stellen sich deshalb die Frage: Hat das Universum das Ziel, Menschen oder Lebewesen mit Intelligenz hervorzubringen? Das wäre ein teleologischer Ansatz (von telos für „Ziel“). Gibt es einen Schöpfergott, der dieses Ziel verfolgt? Ein anderer Ansatz wäre, den puren Zufall zugrunde zu legen, dann müsste es sehr viele Universen geben, in denen solche Zufallsprinzipien gelten. Hier sind auch unserem Erkenntnisvermögen Grenzen gesetzt. Denn wie sollten wir von Universen erfahren, in denen ganz andere Naturgesetze gelten?
Date: 2024
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DOI: 10.1007/978-3-658-44024-4_28
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