Menschen können Krise – Organisationen auch
Marcus Sassenrath ()
Chapter 1 in Leadership in Krisenzeiten, 2026, pp 1-24 from Springer
Abstract:
Zusammenfassung In unserer Evolutionsgeschichte mussten wir immer wieder mit Umweltveränderungen und den daraus entstehenden Herausforderungen umgehen. Unser Organismus, insbesondere unser Gehirn, ist darauf eingestellt, Krisen zu bewältigen und zu verhindern. Davon können wir für die Gestaltung und Führung unserer Organisationen lernen. Dabei müssen strukturelle Krisen (z. B. Veränderung von Kundenpräferenzen, Technologien oder Märkten) und akute Krisen (plötzliche Schocks wie Cyberangriffe, Lockdown oder Naturkatastrophen) unterschieden werden. Beide Krisenarten fordern die Organisation existenziell heraus und erfordern unterschiedliche Führung. Strukturelle Krisen werden überwunden durch Transformation – Anpassung von Struktur und Kultur, akute durch Krisenmanagement. Führung und Leadership werden dabei verstanden als Handeln, das in unklaren Situationen für Sicherheit und Orientierung sorgt. Führungskraft in diesem Sinne ist, wer für Klarheit sorgt, und nicht, wer eine Position innehat. Dabei zeigt sich partizipative Führung autoritären Ansätzen durchweg überlegen und sorgt für bessere Ergebnisse – z. B. in Bezug auf Leistung, Innovationskraft und Resilienz.
Date: 2026
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DOI: 10.1007/978-3-662-72690-7_1
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