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Das neoklassische Arbeitsmarktmodell

Werner Sesselmeier (), Aysel Yollu-Tok () and Charlotte Fechter ()
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Werner Sesselmeier: RPTU, Institut für Sozialwissenschaften
Aysel Yollu-Tok: HWR Berlin
Charlotte Fechter: HWR Berlin

Chapter 2 in Arbeitsmarkttheorien, 2026, pp 25-48 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Die Neoklassik als ökonomische Denkrichtung entwickelte sich im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert als Reaktion auf die vorherrschenden wirtschaftlichen Theorien ihrer Zeit. Ihr Aufkommen war eng mit den tiefgreifenden Veränderungen infolge der industriellen Revolution verbunden, die durch technische Arbeitsteilung und die zunehmende Spezialisierung von Berufsarten gekennzeichnet war. Mit dem daraus resultierenden Produktivitätszuwachs wuchs das Bedürfnis nach einer theoretischen Neufassung ökonomischer Zusammenhänge, die den modernen Wirtschaftsprozess besser abbilden konnte. Aus neoklassischer Perspektive wird der Arbeitsmarkt als vollständig wettbewerblicher und selbstregulierender Mechanismus verstanden. Angebot und Nachfrage treffen sich über den Lohn als Preis für Arbeit im Gleichgewicht; Arbeitslosigkeit kann nur vorübergehend auftreten, solange sich Löhne und Preise noch anpassen. Alle Akteur:innen gelten als vollständig informiert, mobil und rational, Arbeit ist homogen und Verträge sind vollständig. Entsteht Arbeitslosigkeit, dann nur, weil Löhne über dem Gleichgewichtsniveau liegen.

Date: 2026
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DOI: 10.1007/978-3-662-73009-6_2

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Page updated 2026-05-29
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