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Die Gesetzmässigkeiten in den Bandenspektren

A. Kratzer

Chapter V 27 in Encyklopädie der Mathematischen Wissenschaften mit Einschluss ihrer Anwendungen, 1926, pp 821-859 from Springer

Abstract: Zusammenfassung Die Bandenspektren haben ihren Namen davon, daß sie bei geringer Auflösung im Spektrographen den Eindruck eines farbigen Bandes (la bande) hervorrufen. Diese Bänder beginnen meistens mit relativ großer Intensität an einer scharf definierten Stelle („Kante“), von wo aus sie mit abnehmender Intensität nach Rot oder Violett verlaufen. Man sagt dann, die Bande sei nach Rot oder Violett „abschattiert“. Bei größerer Dispersion lassen sich die Bänder häufig in „Linien“ auflösen, bei denen oft ohne Schwierigkeit eine gesetzmäßige Anordnung erkennbar ist. Eine solche nach einem Parameter geordnete Schar von Linien wird als Linienserie oder besser als „Zweig“ einer Bande bezeichnet, das ganze bisher beschriebene Gebilde heißt „Teilbande“. Je nach der Zahl und Anordnung der Zweige in einer Teilbande können ihre Kanten einfach oder mehrfach sein. Häufig liegen mehrere analog gebaute Teilbanden beieinander und bilden eine „Bandengruppe“. In diesem Falle ist der Wechsel der Lichtintensität ähnlich der Aufeinanderfolge von Licht und Schatten bei einer kannelierten Säule, das Spektrum heißt kanneliert. Mehrere gleichartige Gruppen, auch wenn diese nur aus einer Teilbande bestehen, bilden ein „Bandensystem“. Sind die einzelnen Gruppen von einander getrennt, so pflegt man ein solches System als Kantenspektrum zu bezeichnen. Überlagern sich jedoch die Gruppen, so wird der regelmäßige Eindruck gestört, das Gebilde heißt Pseudokantenspektrum.

Date: 1926
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DOI: 10.1007/978-3-663-16029-8_9

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