Analysen und Entwicklungstrends für den deutsch-polnischen Grenzraum
Konrad Lammers,
Annekatrin Niebuhr,
Andreas Polkowski,
Silvia Stiller,
Anna Hildebrandt,
Marcin Nowicki,
Przemysław Susmarski and
Maciej Tarkowski
No 263, HWWA Reports from Hamburg Institute of International Economics (HWWA)
Abstract:
Ausgangslage und jüngere Entwicklungstrends: Die Standortbedingungen innerhalb des deutsch-polnischen Grenzraums sind sehr unterschiedlich. Stark ausgeprägte Disparitäten bestehen sowohl innerhalb des deutschen und polnischen Teils als auch grenzüberschreitend. Diese betreffen u.a. die Qualität der Standortfaktoren, die Ausstattung mit zukunftsfähigen Branchen und die Bevölkerungsdichte. Zudem existieren deutliche Einkommensunterschiede zwischen den Verdichtungszentren und den ländlichen Regionen beiderseits der Grenze. Die demographische und wirtschaftliche Entwicklung seit 1995 variierte erheblich zwischen den Regionen. Zwischen 1995 und 2002 sank die Zahl der Einwohner im deutschen Teil des erweiterten Grenzraums, auf polnischer Seite nahm sie dagegen leicht zu. Im engeren Grenzraum treten diese Entwicklungsunterschiede zwischen den deutschen und den polnischen Regionen noch deutlicher hervor. Die polnischen Regionen im Grenzraum wiesen im Untersuchungszeitraum auch geringere Beschäftigungsverluste als Polen insgesamt auf, während die Beschäftigungsentwicklung im deutschen Teil der Grenzregion deutlich ungünstiger als in Deutschland insgesamt verlief. Die Arbeitslosigkeit im deutsch-polnischen Grenzraum ist groß. Die Arbeitslosenquote nimmt mit abnehmender Bevölkerungsdichte der Regionen zu. Die Integration des Grenzraums in die internationale Arbeitsteilung hat seit 1995 stark zugenommen; dies betrifft auch den Handel mit Polen bzw. Deutschland. Die Handelsbeziehungen der deutschen Bundesländer im Grenzraum mit Polen sind wichtiger als die für Deutschland insgesamt. Umgekehrt sind auch die grenznahen polnischen Woiwodschaften stärker in den Warenaustausch mit Deutschland involviert als Polen insgesamt. Der deutsch-polnische Grenzraum hat, abgesehen von der Metropole Berlin und den Großstädten Poznań und Wrocław, allerdings bisher kaum Direktinvestitionen aus Polen bzw. Deutschland angezogen. In den grenznahen Bundesländern haben sich bislang kaum Zuwanderer aus Polen niedergelassen. Eine Ausnahme stellt Berlin dar.
Date: 2006
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