Transformation der Industrie in Berlin und Brandenburg: Folgen für den Arbeitsmarkt
Andreas Jansen and
Martin Brussig
No 2026-02, IAQ-Report from University of Duisburg-Essen, Institute for Work, Skills and Training (IAQ)
Abstract:
Die vielfach diskutierte Wirtschaftstransformation ist auf den Arbeitsmärkten in der Region Berlin-Brandenburg schon heute sichtbar. In manchen industriellen Segmenten und Regionen entstehen neue Jobs, während vor allem die klassischen Bereiche der Metall- und Elektroindustrie Beschäftigung verlieren. Die Heterogenität zwischen Arbeitsmarktregionen und Branchen nimmt zu. In Berlin besteht in einzelnen Berufsgruppen kein oder nur ein geringer Engpass an Fachkräften. Hingegen bestehen Engpässe in den meisten brandenburgischen Regionen und betreffen mehrere Berufsbereiche der Metall- und Elektroindustrie. Für die Arbeitsmarktsteuerung und Fachkräftesicherung bedeutet dies, dass vor allem für die peripheren und industriell geprägten Regionen Brandenburgs eine klare und akute Notwendigkeit besteht, Arbeitskräftemangel zu beheben. Aus arbeitsmarktpolitischer Perspektive ist ein kleinräumiges und sektorales Matching unerlässlich, um sowohl Überhänge als auch Engpässe auszugleichen. Der mit der Transformation einhergehende Bedarf an passgenauer und flexibler Arbeitsmarktsteuerung sollte die Sozialpartner einbeziehen.
Date: 2026
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DOI: 10.17185/duepublico/84978
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