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Was Dänemark besser macht: Lerneffekte für die schleswig-holsteinische Standortpolitik

Klaus Schrader

No 215, Kiel Policy Briefs from Kiel Institute for the World Economy

Abstract: * Dänemark erreicht regelmäßig vordere Plätze in internationalen Standortrankings und in Rankings, in denen Länder nach der Qualität ihres staatlichen Handelns beurteilt werden. In diesen Rankings schneidet Deutschland durchgehend schlechter ab. * Als Markenzeichen des Unternehmensstandorts Dänemark erscheint die "Wirtschaftsfreundlichkeit", die sich in niedrigen bürokratischen Hürden, einem hohen Maß an unternehmerischer Freiheit und der Vertrauenswürdigkeit des dänischen Staates zeigt. Die dänische Regulierungsqualität trägt entscheidend zu den positiven Bewertungen bei. * Der dänische Regulierungsansatz folgt dem Prinzip, dass Kosten vermieden werden sollen, ehe sie entstehen. Dafür werden von der dänischen Wirtschaftsbehörde Regulierungskosten von Gesetzen und Verordnungen vor ihrer Verabschiedung abgeschätzt und Alternativen vorgeschlagen. * Einen wichtigen Beitrag zur Wirtschaftsfreundlichkeit leistet das dänische Regulierungsforum, in dem große Teile der Wirtschaft vertreten sind. Das Forum identifiziert Regulierungslasten und entwickelt Vorschläge für Vereinfachungen und Optimierungen, die von der Politik nicht einfach ignoriert werden dürfen. * Zum Markenzeichen Dänemarks gehören auch die Digitaltauglichkeit der Gesetzgebung und ein zentrales digitales Portal für die Wirtschaft zur Erledigung sämtliche Behördenangelegenheiten, wodurch Bürokratiekosten gesenkt werden. Investoren erhalten darüber hinaus projektbezogene Betreuungsangebote in der digitalen Welt Dänemarks. * Die Wirtschaftsfreundlichkeit der dänischen Regulierung und die effiziente Ausgestaltung von Dänemarks "E-Governance" bieten Lerneffekte für die schleswig-holsteinische Standortpolitik.

Keywords: Standort-Rankings; Regionalpolitik; Digitalisierung; Wirtschaftskraft; Dänemark; Schleswig-Holstein; Deutschland; Competitiveness Rankings; Regional Policy; Digitalization; Economic Strength; Denmark; Schleswig-Holstein; Germany (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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