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Immobilienfinanzierung nach der Finanzmarktkrise: Zusammenhänge, internationale Unterschiede und Regulierungsgefahren, vol 73

Ralph Henger and Michael Voigtländer

in IW-Analysen from Institut der deutschen Wirtschaft (IW) / German Economic Institute

Abstract: Die jüngste Finanzmarktkrise hat deutlich gemacht, wie eng die Verbindung zwischen Immobilienfinanzierung, Immobilienmarkt und Finanzmarkt ist. Die Immobilienmärkte in den einzelnen Volkswirtschaften reagierten jedoch sehr unterschiedlich auf Zinsveränderungen und andere makroökonomische Entwicklungen. Während sich das Vereinigte Königreich und Spanien von den US-amerikanischen Problemen anstecken ließen, erwies sich der deutsche Immobilienmarkt als überaus stabil. Generell ist das Vorsichtsprinzip in der deutschen Immobilienfinanzierung dominant, was sich beruhigend auf den Markt auswirkt. Besonders der hohe Anteil an festverzinslichen Darlehen und die konsequente Einforderung von vergleichsweise viel Eigenkapital reduzieren die Kreditrisiken. Die vereinbarten Regulierungen des Bankensektors – allgemein als Basel III bezeichnet – können paradoxerweise dazu führen, dass positive Eigenschaften des deutschen Marktes verloren gehen. Beispielsweise könnten sich langfristige Darlehen gegenüber kurzfristigen deutlich verteuern. Eine Ausweitung variabler Darlehen würde die Zinsrisiken an die privaten Haushalte übertragen und die Anfälligkeit des Immobilienmarktes für Kapitalmarktveränderungen erhöhen. Dies würde die Volatilität der Immobilienpreise erhöhen.

Date: 2011
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