Rezession erfasst auch Nordrhein-Westfalen: Konjunkturbericht 2009 für Nordrhein-Westfalen
Roland Döhrn,
Tobias Kitlinski and
Simeon Vosen
No 51, RWI Materialien from RWI - Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung
Abstract:
Die internationale Konjunktur hat sich in der zweiten Hälfte des Jahres 2008 unerwartet kräftig abgeschwächt. Dem konnte sich auch die Wirtschaft Nordrhein-Westfalens nicht entziehen. Im Jahresdurchschnitt dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt hierzulande nur noch um 1,5% nach 2,6% im Jahr 2007 zugelegt haben, wobei der Zuwachs ausschließlich in den ersten Monaten erzielt wurde. Deutlich rückläufig war zuletzt, wie stets in Abschwüngen, die Produktion von Investitions- und Vorleistungsgütern. Für 2009 erwarten wir, dass die Wirtschaftsleistung des Landes um 2% schrumpft, was dem Bundesdurchschnitt entspricht. Rückläufig wird weiterhin vor allem die in- und die ausländische Nachfrage nach Investitionsgütern und Pkw sein, und dies strahlt auf die Vorleistungsproduzenten wie die Stahlindustrie aus. Stabilisierend wirkt die Nachfrage nach Konsumgütern, weil die Realeinkommen aufgrund rückläufiger Inflationsraten vorerst steigen. In der zweiten Hälfte von 2009 werden aber auch sie durch die dann deutliche Verschlechterung der Lage am Arbeitsmarkt gedrückt. Die Arbeitslosenquote wird von 8,5% (2008) auf 8,9% (2009) steigen, im Jahresverlauf wird die Zahl der Arbeitslosen um 140 000 zunehmen.
Date: 2009
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