"Net Assessment" als Instrument für Deutschlands Sicherheitspolitik: Stoßrichtung und mögliche Anwendung in der Auseinandersetzung mit Russland
Jonas Schneider
No 47/2025, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Systematisches Nachdenken darüber, wie ein "kalter" militärischer Wettbewerb (peacetime military competition) zum eigenen Vorteil gestaltet werden kann, ist im deutschen Regierungsapparat nicht institutionalisiert. Auch deshalb ist es in Deutschland unterentwickelt. Mit Russland befindet sich Deutschland aber in einem solchen Wettbewerb, und das dürfte so bleiben. In den USA wurden auf der Suche nach Ansätzen, um militärische Kräfteverhältnisse zulasten von Gegnern zu ändern, seit den 1970er Jahren sogenannte "Net Assessments" einflussreich: Analysen, die vielfältige Erkenntnisse einbeziehen - von historischen Traumata über industrielle Engpässe bis zu bürokratischen Dysfunktionalitäten - und die darauf abzielen, Schwachstellen des Gegners im militärischen Wettbewerb zu ermitteln. Damit zeigen sie Wege auf, wie diese Schwächen ausgenutzt werden können. Für Deutschlands strategische Aufstellung gegenüber Russland scheint Net Assessment ein vielversprechendes Instrument zu sein.
Keywords: Net Assessment; militärischer Wettbewerb; "kalter" militärischer Wettbewerb; peacetime military competition; militärische Kräfteverhältnisse; Schwachstellen des Gegners ermitteln; Asymmetrien ausnutzen; wettbewerbsorientierte Strategien; competitive strategies; USA; Office of Net Assessments; ONA; Sowjetunion; Ost-West-Konflikt; Russland; Deutschland; Bundeswehr (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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DOI: 10.18449/2025A47
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