Das Ende des diplomatischen Frühlings zwischen Japan und China: Wie geopolitische Rivalität das bilaterale Verhältnis prägt
Kento Fukuta and
Alexandra Sakaki
No 52/2025, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Für den Frieden und die Stabilität im Indo-Pazifik ist das Verhältnis zwischen Japan und China von weitreichender Bedeutung, sind diese beiden Länder doch die viert- bzw. die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt. In den letzten eineinhalb Dekaden haben sich die sicherheits- und geopolitischen Spannungen zwischen ihnen erheblich verschärft - auch wenn weiterhin enge Handelsbeziehungen bestehen. In der einjährigen Regierungszeit des japanischen Premierministers Ishiba Shigeru (Oktober 2024 bis Oktober 2025) gab es jedoch Anzeichen einer Entspannung. Die Beziehungen seien "in einer kritischen Phase der Verbesserung und Entwicklung", hatte der chinesische Präsident Xi Jinping im November 2024 verkündet. Daraufhin kam es nicht nur zu einer Reihe diplomatischer Austausche, China ging auch auf Tokios Forderung ein, Einfuhrbeschränkungen für japanische Fischereiprodukte und Rindfleisch aufzuheben. Trotzdem waren die Beziehungen von einem echten Tauwetter weit entfernt. Nachdem sich die neue japanische Premierministerin Takaichi Sanae Anfang November zu Taiwan geäußert hat, ist Beijing auf eine konfrontative Linie umgeschwenkt. Die Beziehungen sind und bleiben fragil.
Keywords: japanisch-chinesische Beziehungen; sino-japanische Beziehungen; Ishiba Shigeru; Takaichi Sanae; Xi Jinping; Taiwan; Taiwan-Frage; Ostchinesisches Meer; Senkaku-Inseln; Diaoyu-Inseln; Territorialstreit; diplomatischer Austausch; Handelsbeziehungen; sicherheits- und geopolitische Spannungen; geopolitische Rivalität; Aufrüstung; Eskalation; USA; Donald Trump; Deutschland; Europa; G7 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2025
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DOI: 10.18449/2025A52
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