Zerreißprobe für Frankreichs Demokratie: Implikationen der Kommunalwahlen für das Rennen um den Élysée-Palast
Katharina Gummich and
Ronja Kempin
No 19/2026, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
Am 15. und 22. März 2026 haben in Frankreich Kommunalwahlen stattgefunden. Es war der letzte landesweite Urnengang, bevor im Frühjahr 2027 fast 50 Millionen Stimmberechtigte aufgerufen sind, über die Nachfolge von Präsident Emmanuel Macron und - sehr wahrscheinlich - die Zusammensetzung der Nationalversammlung zu entscheiden. Auf kommunaler Ebene hat sich nun ein weiteres Mal gezeigt, wie gespalten das Land politisch ist. Hatte das liberale Zentrum mit Macron an der Spitze versprochen, die Extreme einzuhegen, so ist dieses Unterfangen endgültig gescheitert. Die Republik bleibt zweigeteilt in ein urbanes Frankreich auf der einen Seite und ein ländliches, abgehängtes, wenig repräsentiertes auf der anderen. In den Städten zeigt sich, wie volatil politische Allianzen im zersplitterten Parteiensystem des Landes nunmehr sind. Die politischen Extreme, die erneut Zugewinne verzeichnen konnten, verbleiben auf linker wie rechter Seite des Spektrums in der Position des Taktgebers.
Keywords: Frankreich; Kommunalwahlen 2026; Präsidentschaftswahlen 2027; Präsident Emmanuel Macron; Partei Renaissance; Les Républicains (LR); Sozialistische Partei (PS); Unbeugsames Frankreich (LFI); Rassemblement National (RN) (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.18449/2026A19
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