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Neuvermessung armenischer Agency: EU-Armenien-Beziehungen im Kontext regionaler Rekonfiguration

Franziska Smolnik

No 20/2026, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs

Abstract: Im Kontext sich wandelnder Kräfteverhältnisse, Akteurskonstellationen und Ordnungsmuster im Südkaukasus versucht die armenische Regierung unter Nikol Paschinjan eine Neuverortung des Landes, um die Handlungsfähigkeit Armeniens zu stärken: im Innern durch eine Neuausrichtung armenischer Identitätsdiskurse, nach außen durch eine Neukalibrierung des Verhältnisses zu Russland. Gleichzeitig will Armenien seine bilateralen Beziehungen stärker diversifizieren, insbesondere durch eine weitere Annäherung an die Europäische Union (EU). Die EU sollte gegenüber Armenien eine nachhaltige Politik verfolgen, die die Beziehungen zu Eriwan einbettet in eine breitere regionale Perspektive. Brüssel sollte zudem sensibel sein für die gesellschaftlichen Ambivalenzen in Armenien, auch was die weitere Annäherung an die EU betrifft. Konsequent auf die lokalen Verhältnisse und auf die Bedürfnisse der Bevölkerung zugeschnittene Angebote können dazu beitragen, dass weder Performativität die Beziehungen überlagert, noch dass sich die EU in Erwartungsmanagement erschöpft.

Keywords: Nikol Paschinjan; J.D. Vance; Russland; Aserbaidschan; Bergkarabach; Multiplexität; 44-Tage-Krieg; Reales Armenien; Historisches Armenien; Vierte Republik; Metsamor; Organisation des Vertrags über kollektive Sicherheit; OVKS; Trump Route for International Peace and Prosperity; TRIPP; Crossroads of Peace; Comprehensive and Enhanced Partnership Agreement; CEPA; Europäische Politische Gemeinschaft; European Peace Facility; EPF; EU Mission in Armenia; EUMA; EU Neighbours East (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.18449/2026A20

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Page updated 2026-06-13
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