Schutzlücken in der deutschen Fachkräfteanwerbung: Faire Anwerbung als Prävention gegen Arbeitsausbeutung
Nadine Knapp and
Emma Landmesser
No 31/2026, SWP-Aktuell from Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), German Institute for International and Security Affairs
Abstract:
In den vergangenen Jahren wurde das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schrittweise reformiert, um die Anwerbung internationaler Arbeitskräfte zu erleichtern. Wenig politische Beachtung findet bislang, dass damit ein erhöhtes Risiko ausbeuterischer Arbeitsverhältnisse einhergeht - vor allem weil Ausbeutung häufig schon bei der Anwerbung im Herkunftsland entsteht. Die Bundesregierung sollte daher ihre Bemühungen zur internationalen Fachkräftegewinnung durch einen effektiven Regulierungsrahmen für private Vermittlungsagenturen, den Ausbau grenzüberschreitender Kooperationen sowie eine gezieltere Nutzung migrationsbezogener Entwicklungszusammenarbeit in wichtigen Herkunfts- und Transitländern flankieren.
Keywords: Anwerbung; Fachkräfteeinwanderungsgesetz; Arbeitsausbeutung; miss-bräuchliche Rekrutierung; schlechte Arbeitsbedingungen; Migrationskorridore; Nationaler Aktionsplan gegen Arbeitsausbeutung und Zwangsarbeit; NAP A/Z; Entwicklungszusammenarbeit; Regulierung privater Vermittlungsakteure (search for similar items in EconPapers)
Date: 2026
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DOI: 10.18449/2026A31
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