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Finanzielle Auswirkungen des Zusatzbeitrags auf die Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung

Maral Manouguian, Stefan Greß, Anke Walendzik and Juergen Wasem

No 166, IBES Diskussionsbeiträge from University of Duisburg-Essen, Institute of Business and Economic Studie (IBES)

Abstract: Diese Studie geht der Frage nach, welche Auswirkungen die Einführung des Gesundheitsfonds im Hinblick auf die finanzielle Be- und Entlastung von verschiedenen Mitgliedergruppen in der gesetzlichen Krankenversicherung haben wird. Gegenstand unserer Arbeit ist es insbesondere, die finanziellen Auswirkungen der Einführung des Zusatzbeitrags auf die Einkommensverteilung zu quantifizieren. Als Datengrundlage wird das sozioökonomische Panel (SOEP) des deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung herangezogen. Aus dem SOEP geht nicht nur der Krankenversiche-rungsstatus, sondern auch die Einkommenssituation der Befragten hervor. Die im SOEP erho-benen Einkommen der Befragten wurden, getrennt nach Pflichtmitgliedern und freiwilligen Mitgliedern, in den Einkommensbegriff des SGB V (beitragspflichtiges Einkommen, bpE) transformiert. Die Notwendigkeit hierfür ergibt sich aus der so genannten Überforderungsklausel im Zusammenhang mit dem Zusatzbeitrag: Die Belastung von Mitgliedern durch den Zusatzbeitrag darf demnach maximal 1 % des beitragspflichtigen Einkommens betragen. Methodisch sind wir in vier Schritten vorgegangen. Im ersten Schritt haben wir die tatsächliche Höhe des Zusatzbeitrags unter Berücksichtigung der Überforderungsklausel berechnet. Im zweiten Teil haben wir die Verteilungswirkungen des Zusatzbeitrags unter Berücksichtigung der Überforderungsklausel, aber ohne die Entlastungswirkungen durch den reduzierten einkommensabhängigen Beitrag im Gesundheitsfonds analysiert. Im dritten Teil erfolgt dann eine umfassende Be- und Entlastungsrechnung unter Berücksichtigung auch dieses Effekts. Im vierten Schritt haben wir die finanziellen Auswirkungen einer modifizierten Überforderungsklausel kalkuliert. Bei allen Berechnungen sind wir erstens davon ausgegangen, dass die Krankenkassen einen einkommensunabhängigen Zusatzbeitrag erheben werden. Zweitens bilden wir die Situation in einer sowohl hinsichtlich ihrer Ausgabensituation als auch hinsichtlich der Einkommen ihrer Mitglieder durchschnittlichen Krankenkasse ab. Drittens haben wir nicht berücksichtigt, dass die finanzielle Situation einzelner Krankenkassen sehr unterschiedlich sein mag. Daher haben wir auch Situationen simuliert, bei denen der Zusatzbeitrag mehr als 5 % der GKV-Ausgaben finanzieren muss. ...

Date: 2008
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