Der Kapitalbedarf Osteuropas und der Sowjetunion
Wolfgang Ochel ()
ifo Schnelldienst, 1991, vol. 44, issue 31, 03-08
Abstract:
Bei realistischer Einschätzung der Wachstumsaussichten dürfte der jährliche Kapitalbedarf in Osteuropa zwischen 75 Mrd. und 98 Mrd. US-$ und in der Sowjetunion zwischen 184 Mrd. und 235 Mrd. US-$ betragen. Den überwiegenden Teil der Investitionsmittel werden diese Länder selbst aufbringen müssen. Die OECD-Länder hätten in den kommenden Jahren einen Finanzierungsbeitrag von etwa 50 Mrd. US-$ pro Jahr zu leisten. Ein solcher Beitrag entspräche 5% der Investitionen der EG und 1,5% derjenigen der OECD-Länder und dürfte die Finanzierungsmöglichkeiten des Westens nicht überschreiten. Er würde die OECD-Länder weit weniger belasten als die Marshall-Plan-Hilfe die USA. Die Leistungsbereitschaft des Westens war bisher gering. Ein Umdenken in den Geberländern zeichnet sich aber ab. Die Bereitschaft, Osteuropa und die Sowjetunion finanziell stärker zu unterstützen, könnte dadurch weiter erhöht werden, daß die Empfängerländer bessere Voraussetzungen für einen effizienten Einsatz des Auslandskapitals schaffen. Die Absorptionsfähigkeit von öffentlichen Transferzahlungen müßte gesteigert und die Rahmenbedingungen für ausländische Direktinvestitionen verbessert werden.
Keywords: Kapitalmangel; Ost-West-Beziehungen; Sowjetunion; Wirtschaftswachstum; Auslandsvermögen; Leistungsmotivation; OECD-Staaten; Schulden; Osteuropa; European Recovery Program (search for similar items in EconPapers)
Date: 1991
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