Rüstungskonversion in den neuen Bundesländern
Thomas Sauer
ifo Schnelldienst, 1993, vol. 46, issue 24, 08-18
Abstract:
Die Wehrgüterproduktion der DDR verfügte - im Gegensatz zur UdSSR und zur CSSR - nur über geringe Kapazitäten zur Herstellung militärischer Großtechnik.Sie konzentrierte sich vielmehr auf deren Instandsetzung und seit den siebziger Jahren auf militärische Forschung und Entwicklung. Diese strukturelle Besonderheit erleichterte den (ehemaligen) Rüstungsunternehmen die Anpassung an den Ausfall der traditionellen Absatzmärkte. Dennoch erlitten die befragten Unternehmen 1991 einen Umsatzverlust von 77%. 1992 konnte der Einbruch nicht nur gestoppt werden, der Umsatz nahm sogar auf 38% des Niveaus von 1990 zu. Dieser Umschwung war einmal der Steigerung der Zivilproduktion um 50% und zum anderen dem Boom des neuen Marktes für Demilitarisierung und Entsorgung von Wehrgütern zu verdanken. Die FuE-Kapazitäten konnten allerdings nur in einem völlig unzureichenden Maße einer zivilen Verwendung zugeführt werden, und auch die Beschäftigungsbilanz fällt sehr negativ aus.
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Date: 1993
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