Flexible Arbeitszeiten oder Lohnzurückhaltung - Wege aus der Arbeitslosigkeit?
Erich Langmantel
ifo Schnelldienst, 1994, vol. 47, issue 16, 37-42
Abstract:
Nach dem konjunkturellen Einbruch im Jahr 1993 und der anschließenden Erholung ist eine aktive Arbeitsmarktpolitik nötig. Mit Hilfe gesamtwirtschaftlicher Modellsimulationen wurde untersucht, ob flexiblere Arbeitszeiten und eine zurückhaltende Lohnpolitik brauchbare Instrumente zum Abbau der Arbeitslosigkeit sein können. Bisherige Arbeitszeitverkürzungen erfolgten immer unter Rahmenbedingungen, die sich eher negativ auf die Arbeitsplätze auswirkten (keine Einkommenseinbußen, mehr Freizeit). Um beschäftigungswirksam zu sein, muß die Arbeitszeit zu einer variablen Größe werden, die ähnlich wie der Lohn auf Veränderungen von Angbot und Nachfrage auf dem Arbeitsmarkt reagiert. Wäre die Arbeitszeit das Hauptinstrument zur Regulierung, dann müßte die tägliche Arbeitszeit im Jahr 1994 etwa 4 Stunden betragen. Lohnzurückhaltung während konjunktureller Einbrüche ist laut Modellsimulation besser durchführbar. Allerdings wurden in frühren Krisenzeiten zu hohe Lohnzuwachsraten beschloßen, deren Folge die heutige Sockelarbeitslosigkeit ist. Insgeamt wurde festgestellt, daß Lohnzurückhaltung und Arbeitszeitverkürzung zur graduellen Verbesserung der Arbeitsmarktsituation beitragen können.
Keywords: Deutschland; Arbeitslosigkeit; Arbeitszeit; Arbeitszeitflexibilisierung; Lohn; Arbeitsmarktpolitik; Konjunktur; Einkommenspolitik; Lohnverhandlungen; Beschäftigung (search for similar items in EconPapers)
Date: 1994
References: Add references at CitEc
Citations: View citations in EconPapers (1)
There are no downloads for this item, see the EconPapers FAQ for hints about obtaining it.
Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.
Export reference: BibTeX
RIS (EndNote, ProCite, RefMan)
HTML/Text
Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:ces:ifosdt:v:47:y:1994:i:16:p:37-42
Access Statistics for this article
ifo Schnelldienst is currently edited by Marga Jennewein
More articles in ifo Schnelldienst from ifo Institute - Leibniz Institute for Economic Research at the University of Munich Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by Klaus Wohlrabe ().