Hohe Investitionserfordernisse bei den Wasserwerken
Peter Rammner
ifo Schnelldienst, 1994, vol. 47, issue 31, 12-24
Abstract:
Während in den vergangenen beiden Jahren auch für die neuen Bundesländer aussagefähige Daten ermittelt werden konnten, haben sich dort 1994 aufgrund der Umstrukturierung der ostdeutschen Wasserwirtschaft nicht genügend Wasserversorgungsunternehmen (WVU) beteiligt, um einen befriedigenden Repräsentationsgrad zu gewährleisten und gesamtdeutsche Investitionszahlen ausweisen zu können. Der deutsche Wasserhaushalt ist komfortabel ausgestattet: Die öffentliche Wasserwirtschfat beansprucht nur 4 bis 5% des natürlichen Wasserdargebots. Seit einigen Jahren stagniert die Wassernachfrage, im gesamtdeutschen Durchschnitt ist sie sogar rückläufig. Die Wasserwerke decken den Bedarf zu zwei Drittel aus echtem Grundwasser. Angesichts der verordneten, strengeren Schadstoffgrenzwerte für das Trinkwasser müßte jedoch der Wasserschutz adäquat erhöht werden. Dies führt vor allem im EU-Rahmen zu Interessenkollisionen mit der Landwirtschaft und chemischen Industrie. Die jüngste Investitionsbefragung bei der öffentlichen Wasserwirtschaft Westdeutschlands ergab für 1993 eine bei etwa 3 Mrd. DM stagnierende Investitionstätigkeit. Regional war die größte Budgetaufstockung in Hessen zu beobachten. 61% der Gesamtinvestitionen flossen in das Rohrnetz. Im ablaufenden Jahr dürften die Investitionsaufwendungen um mehr als 15% ansteigen, also die 3,5 Mrd. DM - Grenze überschreiten. Auch für 1995 ist eine deutliche Etatausweitung geplant.
Keywords: Wasserwirtschaft; Grundwasser; Versorgungswirtschaft; Landwirtschaft; Wasserversorgung; Trinkwasser; Gewässerschutz; Deutschland; Deutschland (search for similar items in EconPapers)
Date: 1994
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