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Ernährungssicherungsprobleme und Sicherheitsreserven in der Sahelzone: das Beispiel des Tschad

Klaus V. Beck

ifo Schnelldienst, 1995, vol. 48, issue 10, 47-54

Abstract: Die Versorgungslücke bei Grundnahrungsmittel, vor allem bei Getreide, in den Sahelländern Afrikas ist nicht allein die Folge agrarpolitischer Fehlentwicklungen und politischer oder kriegerischer Konflikte im Inneren und Äußeren der Länder. Sie beruht im wesentlichen auf natürlichen Ursachen, vor allem der erheblichen jährlichen Niederschlagsschwankungen, und den Unzulänglichkeiten der Infrastruktur. In Jahren mit unzureichenden oder für den Getreideanbau nicht zeitgerechten Regenfällen reicht die erzielte Getreideproduktion nicht zur Deckung der Grundbedürfnisse aus. Die Versorgungslücke muß durch Importe, insbesondere im Rahmen der Nahrungsmittelhilfe, geschlossen werden. In Jahren, in denen Überschüsse erwirtschaftet werden können, stehen die Unzulänglichkeiten der Infrastruktur deren Verteilung aus den Überschuß- in die Defizitregion im Weg. Die Einrichtung und Unterhaltung von Getreidesicherheitsreserven zum Ausgleich der Versorgung in Krisensituationen sowie der Ausbau des interregionalen Handels sind deshalb in Ländern wie dem Tschad von großer Bedeutung für die Ernährungssicherungspolitik. Der Beitrag behandelt diese Fragen im Rahmen einer Bedarfsanalyse.

Keywords: Tschad; Afrika südlich der Sahara; Ernährung; Entwicklungsländer; Afrika; Infrastruktur; Import; Agrarstatistik; Landwirtschaft; Getreide (search for similar items in EconPapers)
Date: 1995
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