Westdeutsche Bauwirtschaft: äußerst geringe Investitionsbereitschaft
Jan Müller
ifo Schnelldienst, 1996, vol. 49, issue 33, 09-12
Abstract:
Die Rezession in der westdeutschen Bauwirtschaft hat sich 1996 verstärkt fortgesetzt. In allen drei Bausparten sank die Produktion. Niedrige Auftragsbestände und deutlich unterausgelastete Kapazitäten veranlaßten die Bauunternehmen, ihre Investitionstätigkeit fühlbar zu reduzieren und im Jahresverlauf nach unten anzupassen. Nach den Ergebnissen des ifo Investitionstest haben die Bauunternehmen 1996 etwa 5,1 Mrd. DM, also rund 20 % weniger als im Vorjahr für Bauten und Ausrüstungen an westdeutschen Standorten ausgegeben. Im Jahr 1997 ist in der westdeutschen Bauwirtschaft mit einer Stagnation zu rechnen. Im Wohnungsbau und im öffentlichen Bau dürfte die Produktion erneut, wenn auch sehr moderat sinken. Der Wirtschaftsbau wird sich dagegen voraussichtlich leicht beleben. Trotz sich etwas aufhellender Konjunkturperspektiven waren die Baufirmen bei der Formulierung ihrer für 1997 geplanten Investitionsaktivität äußerst zurückhaltend. 61 % der Unternehmen planen eine Reduzierung ihrer Investitionsausgaben. Die Hochschätzungen ergeben einen Rückgang der Bruttoanlageinvestitionen im westdeutschen Baugewerbe um rund 15 % gegenüber dem laufenden Jahr.
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Date: 1996
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