Verbraucherorganisationen: gibt es Alternativen zum deutschen Finanzierungssystem?
Thomas Nassua
ifo Schnelldienst, 1997, vol. 50, issue 12, 03-11
Abstract:
Verbraucherorganisationen sollen durch die Information der Verbraucher und die Vertretung ihrer Interessen dazu beitragen, die Funktionsfähigkeit der Märkte zu verbessern. Die Arbeit der Organisationen wird aufgrund ihrer Bedeutung vom Staat finanziert. Dieses System hat allerdings folgende Nachteile: die finanzielle Situation der Verbraucherorganisationen ist abhängig von der Entwicklung der öffentlichen Haushalte und Flexibilität und Eigeninitiative kann durch staatliche Auflagen beschränkt sein. Die Untersuchung zeigt Möglichkeiten auf, die die Verbraucher stärker an der Finanzierung ihrer Organisationen beteiligt. Die jeweiligen klar definierten Aufgaben der einzelnen Organisationen eröffnen unterschiedliche Optionen zur Eigenfinanzierung. Die überzeugendste Lösung wäre eine Gesamtreform des Systems, in der auch die Aufgaben zwischen staatlichen und privaten Verbraucherorganisationen neu verteilt würden. Sie dürfte allerdings nur langfristig realisierbar sein. Eine Second-best-Lösung wäre es, das bestehende System beizubehalten, aber die Rahmenbedingungen für die Eigenfinanzierung zu verbessern. Die schlechteste Alternative wäre eindeutig das Festhalten an der gegenwärtigen Aufgabenverteilung.
Keywords: Deutschland; Verbraucherorganisation; Öffentliche Finanzwirtschaft; Finanzierung; Eigenkapital; Privatisierung (search for similar items in EconPapers)
Date: 1997
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