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Die amerikanische Sparquote sinkt auf Null

Heidemarie C. Sherman

ifo Schnelldienst, 1999, vol. 52, issue 08, 10-17

Abstract: Seit 1992 ist die Sparquote der amerikanischen Privathaushalte von 5,7% auf 0,5% im Durchschnitt des vergangenen Jahres gesunken; im vierten Quartal 1998 sparte die Bevölkerung der USA überhaupt nicht mehr. Die Sparquote hat zwar auch in Deutschland abgenommen, sie bewegt sich allerdings nach wie vor deutlich über 10%. Der Niveauunterschied läßt sich nicht nur mit der geringen Sparbereitschaft der amerikanischen Konsumenten erklären, er ist zum Teil auch abgrenzungsbedingt; insbesondere die Behandlung der Unternehmen, die nicht als Kapitalgesellschaften geführt werden, und des privaten Wohnungsbaus spielt hier eine Rolle. Zu dem stärkeren Rückgang der Sparquote in den USA hat wohl auch beigetragen, daß offensichtlich die Tendenz der privaten Haushalte, ihre Ausgaben aufgrund eines Anstiegs ihres Vermögens zu erhöhen, in den USA stärker ausgeprägt ist als in Deutschland. Da sich 1999 die realen verfügbaren Einkommen in den USA weniger dynamisch entwickeln dürften und auch die Vermögenszuwächse wahrscheinlich geringer sein werden als 1998, ist damit zu rechnen, daß die privaten Verbrauchsausgaben nur noch um gut 3% steigen (1998: 4,8%). Die Sparquote dürfte sich aber nur langsam erhöhen.

Keywords: Vereinigte Staaten; Sparquote (search for similar items in EconPapers)
Date: 1999
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