Produktivität ist nicht alles - die Quellen des Lebensstandards im internationalen Vergleich
Wolfgang Ochel ()
ifo Schnelldienst, 2000, vol. 53, issue 07, 11-12
Abstract:
Angesichts der beschäftigungspolitischen Erfolge anderer Länder ist wiederholt die Forderung erhoben worden, durch lohn-, sozial- und steuerpolitische Maßnahmen die Beschäftigung insbesondere auch im Niedriglohnbereich zu fördern unter Inkaufnahme eines gesamtwirtschaftlich geringeren Produktivitätsanstiegs. Gegen eine solche Forderung wird eingewandt, daß hohe Produktivitätssteigerungen die Quelle unseres Wohlstandes seien. Dieses Argument ist grundsätzlich richtig, läßt aber außer acht, daß Produktivitätssteigerungen nur die Veränderung des Outputs der Erwerbstätigen messen, nicht aber den Grad der Einbeziehung der Menschen ins Erwerbsleben. Je höher aber die Erwerbsbeteiligung ist und je weniger Erwerbspersonen arbeitslos sind, um so mehr Menschen tragen dazu bei, das Bruttoinlandsprodukt zu erwirtschaften und damit das durchschnittliche Pro-Kopf-Einkommen zu erhöhen. Das gleiche gilt bei einer Verlängerung der Jahresarbeitszeit.
Keywords: Deutschland; Produktivität; Beschäftigung; Entwicklung; Welt (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: J21 O10 O40 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2000
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