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Bundesrepublik: Erhöhte Stabilitätsrisiken durch importierte Inflation?

Wolfgang Nierhaus

ifo Schnelldienst, 2000, vol. 53, issue 15, 11-14

Abstract: In ihrem Frühjahrsgutachten veranschlagten die Wirtschaftsforschungsinstitute die Preissteigerungsrate auf der Verbraucherstufe im Jahr 2000 auf 1‚5%. Seit der Veröffentlichung dieser Prognose im April hat der Euro gegenüber den Währungen wichtiger Industriestaaten allerdings nochmals deutlich abgewertet, und die Weltmarktpreise für Rohöl - die zwischenzeitlich gesunken waren - zogen wieder spürbar an. Ist die jüngste Preisprognose für die Bundesrepublik deshalb revisionsbedürftig? In dem Beitrag wird gezeigt, dass sich die Preisperspektiven auf der Verbraucherstufe im Vergleich zum Vorjahr zwar etwas verschlechtert haben, insgesamt aber trotz der derzeitigen Schwäche des Euro günstig bleiben. Ausschlaggebend für die relativ hohe Preisniveaustabilität ist die Konstanz der Lohnstückkosten. Hinzu kommt der intensive Wettbewerb auf den vorgelagerten Stufen. Allerdings eröffnen die gute Konjunktur und die hohe Kapazitätsauslastung den Unternehmen hier und da Preiserhöhungsspielräume, die zur Weitergabe gestiegener Einstandskosten wohl auch genutzt werden. Per Saldo dürfte der Anstieg der Lebenshaltungskosten in Deutschland in diesem und im nächsten Jahr jedoch unter 2% bleiben. Dies bedeutet im historischen Vergleich eine immer noch hohe Preisniveaustabilität.

Keywords: Deutschland; Inflationsrate; Lebenshaltungsindex (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: E31 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2000
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