Paradigmenwechsel der europäischen und der deutschen Wirtschaftsstatistik
Rainer Feuerstack
ifo Schnelldienst, 2000, vol. 53, issue 16, 21-33
Abstract:
Die amtliche deutsche Unternehmensstatistik wird den Anforderungen der Realität nicht gerecht. Die Internationalisierung der Unternehmen und Märkte, die Diversifizierung der Geschäftsfelder sowie die Bildung komplexer Unternehmen und Unternehmensgruppen werden nur unvollständig erfasst oder sogar ignoriert. Zu diesem Urteil kommt Dr. Rainer Feuerstack, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Monopolkommission. Die Europäische Union habe die Bedeutung eines leistungsfähigen amtlichen Wirtschaftsinformationssystems für die Entwicklung des Europäischen Binnenmarkts erkannt und den Mitgliedstaaten bereits Anfang der neunziger Jahre das erforderliche rechtliche und methodische Instrumentarium bereitgestellt. Die deutsche Statistik bleibe jedoch hinter den europäischen Anforderungen und dem Standard anderer Mitgliedstaaten zurück, sei zunehmend isoliert und behindere durch ihre Inaktivität den Reformprozess in wenig europafreundlicher Weise. Die Verlagerung der Beschaffung von Daten über Unternehmensverbindungen auf die Monopolkommission könne nur eine Zwischenlösung sein. Letztlich müsse die amtliche Statistik die Erfassung der statistischen Einheiten der Wirtschaft insbesondere in Gestalt komplexer Unternehmen und Unternehmensgruppen im Rahmen eines voll funktionsfähigen Unternehmensregisters als eigene Aufgabe wahrnehmen.
Keywords: Wirtschaftsstatistik; Deutschland; Europa; Statistik der Unternehmen und Arbeitsstätten (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: C10 L10 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2000
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