EconPapers    
Economics at your fingertips  
 

Reform der Deutschen Bundesbank: Zentrale Organisation oder Beibehaltung föderaler Strukturen?

Ernst Welteke, Eberhard Heinke, Gernot Mittler, Harald Hungenberg, Helmut Hesse and Heiner Aller

ifo Schnelldienst, 2000, vol. 53, issue 36, 03-22

Abstract: Die grundsätzlich neuen institutionellen und politischen Rahmenbedingungen, die durch die Errichtung des europäischen Systems der Zentralbanken (ESZB) vorgegeben wurden, verlangen - darin sind sich alle an der Diskussion Beteiligten einig - eine grundlegende Strukturreform der Deutschen Bundesbank. Strittig ist die Frage, ob die Bundesbank künftig eher zentral oder dezentral organisiert werden sollte, um ihren Einfluss im ESZB zu stärken. Für Ernst Welteke, Präsident der Deutschen Bundesbank, braucht die Bundesbank "ein zentrales und einheitliches Leitungsgremium, das über ihre Geschäftspolitik ausschließlich sachbezogen entscheidet". Denn "nur solche Mitglieder des Leitungsgremiums, die ständig in der Zentrale ansprechbar sind, haben in der Praxis die Möglichkeit, an Diskussion und Meinungsbildung teilzunehmen. Das erfordert ein Leitungsorgan an einem Ort .... Schließlich erfordert auch die vollständige Integration der Bankenaufsicht in die Bundesbank eine zentrale Leitung. Für die praktische Aufsicht vor Ort brauchen wir die Hauptverwaltungen und Zweiganstalten. Wenn aber hoheitlich gehandelt werden muss, dann kann dies nur zentral geschehen." Ähnlich argumentiert Gernot Mittler, Finanzminister von Rheinland-Pfalz: ... "nur eine schlagkräftige und flexibel reagierende Zentrale mit einer ständig präsenten Leitung, die dem Präsidenten quasi 'Tag und Nacht' zur Verfügung steht, (kann) die Durchsetzung nationaler Interessen im EZB-Rat gewährleisten ... Alleine die Weisungsfreiheit des Bundesbankpräsidenten und der Zeitfaktor bei der Entscheidungsfindung machen die bisherige Struktur des Zentralbankrates mit neun unabhängigen LZB-Präsidenten mit jeweils eigenen Beratungsstäben aufgrund der langwierigen Informations- und Abstimmungsprozesse überflüssig." Auch Prof. Dr. Harald Hungenberg, Universität Erlangen-Nürnberg, sieht eine Hauptaufgabe der Bundesbank darin, "ihren Präsidenten sachgerecht, schnell und flex

Keywords: Deutsche Bundesbank; Reform; Deutschland (search for similar items in EconPapers)
JEL-codes: E58 (search for similar items in EconPapers)
Date: 2000
References: Add references at CitEc
Citations:

There are no downloads for this item, see the EconPapers FAQ for hints about obtaining it.

Related works:
This item may be available elsewhere in EconPapers: Search for items with the same title.

Export reference: BibTeX RIS (EndNote, ProCite, RefMan) HTML/Text

Persistent link: https://EconPapers.repec.org/RePEc:ces:ifosdt:v:53:y:2000:i:36:p:03-22

Access Statistics for this article

ifo Schnelldienst is currently edited by Marga Jennewein

More articles in ifo Schnelldienst from ifo Institute - Leibniz Institute for Economic Research at the University of Munich Contact information at EDIRC.
Bibliographic data for series maintained by Klaus Wohlrabe ().

 
Page updated 2025-03-19
Handle: RePEc:ces:ifosdt:v:53:y:2000:i:36:p:03-22